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Der Islam und die Wissenschaft : Vortrag, gehaltzen in der Sorbonne am 29. März 1883
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Jahrhundert zu einer Höhe, auf 'welcher man dasselbeseit dem Alterthum nicht gesehen hatte.

Dies ist die Gesammtsumme der Philosophie, dieman gewöhnlich als die arabische bezeichnet, weil siearabisch geschrieben ist; in Wahrheit aber ist siegriechisch-sassanidisch. Xoch richtiger wäre es, griechischzu sagen; denn das eigentlich befruchtende Elementvon alle dem kam aus Griechenland. Griechenland wardie einzige Quelle des Wissens und des richtigen Den-kens. Die Ueberlegenheit Syrien’s und Bagdad’s überdas lateinische Abendland rührt nur daher, weil mandort der griechischen Ueberlieferung viel näher war alshier. Es war leichter einen Euklid, einen Ptolemäus.Aristoteles in Harran oder Bagdad aufzutreiben als inParis. Ja, Avenn die Byzantiner minder eifersüchtigeHüter der Schätze hätten sein Avollen, die sie in jenemAugenblick gar nicht lasen; Avenn es schon vom achtenoder neunten Jahrhundert an Männer Avie Bessarion oderdie Laskaris gegeben hätte! Dann hätte man jenen sonder-baren UniAveg nicht zu machen brauchen, auf Avelchemdie griechische Wissenschaft im zAvölften Jahrhundertüber Syrien, Bagdad, Cordova, Toledo zu uns gelangte,Jene Art geheimer Vorsehung aber, Avelche Avill, dassAvenn die Eackel des menschlichen Geistes in den Hän-den eines Volkes erlischt, schon ein anderes Volkdastehe, um sie zu übernehmen und wieder anzufachen,sie gab einen ganz ausserordentlichen Werth der sonstAvohl bescheidenen Arbeit jener armen Syrer, jener ver-folgten Filsufs, jener Harrianer, die ihr Unglaube inAcht und Bann der damaligen Gesellschaft that. Durch