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Der Islam und die Wissenschaft : Vortrag, gehaltzen in der Sorbonne am 29. März 1883
Entstehung
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als Uebersetzer der Enzyklopädie des Aristoteles, desEuklid, des Galen, des Ptolemäus, kurz der gesammtengriechischen Wissenschaft, wie man sie damals besass,in’s Arabische. Rührige Köpfe, wie z. B. Alkindi,.begannen über die ewigen Probleme nachzudenken, zudenen die Menschheit, ohne sie lösen zu können, stetszurückkehrt. Man nannte sie Filsuf (Philosophos) undseit jener Zeit wurde diesem Fremdwort eine übleBedeutung beigelegt, als etwas, das dem Islam fremdist. Filsuf wurde bei den Moslemin zu einer verhäng-nissvollen Benennung, die oft den Tod oder doch Ver-folgung nach sich zog wie die Bezeichnung als Zendikund später Farmassun (Franc-Ma^on, Freimaurer). Esentstand nämlich der vollständigste Rationalismus imSchoosse des Islam. Eine Art philosophischer Gesell-schaft, die sichlkliwan es-safa (Brüder der Aufrichtigkeit)nannte, unternahm die Herausgabe einer philosophischenEncyklopädie, die wahrhaft bemerkenswerth ist ihrerWeisheit und der Höhe ihres Gedankenfluges wegen. Zweiausgezeichnete Männer, Alfarabi und Avicenna, nahmenalsbald den Rang der grössten Denker ein, die jemalsgelebt haben. Die Astronomie und die Algebra gelangen,in Persien namentlich, zu bedeutender -Entwicklung.Die Chemie setzte ihre lange heimliche Arbeit fort, diesich nach aussen hin durch erstaunliche Resultate, wiedie Distillation, vielleicht auch die Ei’findung des Scliiess-pulvers offenbart. Das mahomedanische Spanien folgtdem Orient in diesen Studien, die Juden werden dabeizu regsamen Mitarbeitern. Ibn-Badja, Ibn-Tofail,Averroes erheben das philosophische Denken im zwölften