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Heterodoxe bei, sondern auch Ungläubige, Gebers,Materialisten, Atheisten, Juden, Christen; kurz allerleiKetzer. Jede Sekte hatte ihr Oberhaupt, welches mitder Yertheidigung ihrer Ansichten beauftragt war, undjedes Mal, wenn eines dieser Oberhäupter in den Saaltrat, erhoben sich alle andern in ehrerbietiger Weise,und Niemand nahm wieder seinen Platz ein, bevor derneu Hinzugetretene sich nicht niedergelassen. Der Saalwar bald übervoll, und als man sah, dass die Versamm-lung vollzählig war, ergriff einer der Ungläubigen dasWort: „Wir sind hier versammelt, um der Wahrheit„nachzuforschen, l; sagte er. „Ihr Alle kennt die Bedin-gungen. Ihr Muselmänner werdet keine Beweisgründe„aus eurem Buche anführen, oder solche, die sich auf„die Autorität eures Propheten stützen; denn wir glauben„weder an das eine noch an den andern. Ein Jeder„muss sich auf die Beweisgründe beschränken, die er„aus seiner Vernunft geschöpft.“ Allgemeiner Beifallfolgte diesen Worten. „Ihr begreift,“ setzte der Spa-nier hinzu, „dass nachdem ich solches gehört, ich indiese Versammlung nicht zurückkehrte. Man schlugmir vor, eine andere zu besuchen; aber dort begegneteich demselben Aergerniss.“
Eine wahrhaft philosophische und wissenschaftlicheBewegung war die Folge dieser vorübergehendenAbstumpfung der orthodoxen Strenge. Die syrischen■christlichen Heilkünstler, die Fortsetzer der letztengriechischen Schulen waren in der peripathetisclienPhilosophie, der Mathematik, der Heilkunde und derAstronomie sehr bewandert. Die Khalifen brauchten sie