Druckschrift 
Welche Hülfsmittel hat die österreichische Monarchie zur Herstellung eines regelmäßigen Münzumlaufs ?
Entstehung
Seite
44
Einzelbild herunterladen
 

( 44 )

«nstaltcn gesträubt, weil dadurch den Verderbliche»Gcldumtricbcn, wovon sie leben, die Lebenswurzelabgeschnitten wird; aber es hieße die Nazionalehrcbeleidigen, wenn man annehmen wollte, daß in derösterreichischen Monarchie die Anzahl der soliden undwohldenkenden Kauflcuce, Fabrikanten und Grundbe-sitzer nicht überwiegender sey, als die Bande der Agi-otärc. Daher wird es keiner Aufforderung derLanbstände bedürfen, um die Bankanstalt zu be-gründen. Die Entstehung der Bank wird sehr erleich-tert werden, wenn z. B. durch das Bankrcglementdarauf angetragcn wird: daß ^ des Bankfonds inPesth, -n zu Prag, Lemberg, zu May-

land, -z-'o zu Triest, zu Venedig, ^ zu Brünn,zu Salzburg oder Znnspruck und Wien

aufgebracht und für die Lokalbedürfinßc Verwendetwerde, u. s. w.

Sobald aber die Bankakzicn vollzählig erhobensind, so beträgt das, der Bank dafür in pcrzent.Staats-Obligazionen verschriebene, Kapital eine Sum-me von 100 Millionen Gulden und dafür fließenjährlich der Bank - Rescrvekasse Millionen fl.

Staatsintcrcffen in Konv. Münze zu, wozu noch derzur Tilgung dieses Kapitals bestimmte Betrag desTilgungsfonds von 200,000 fl. K. M. gerechnetwerden muß. Durch beydes erhält die Zirkulazionjährlich einen sehr beträchtlichen Zuwachs an Münze.Da also die Staatsverwaltung dem gemeinen Bestensolche Opfer widmet, so ist billig zu erwarten, daßauch die Privaten die dargebothene Gelegenheit benü-tzen werden, ihrem gemeinen Bedürfniße durch einegemeine Eskonto-Kassa abzuhelfen.