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Nachtrag 1 (1803)
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Wahrheit übertrieben darstelle? Wären die Be-stimmungen der Gesetzgebung über die bedingteUnglaubwürdigkeit des Zeugnisses und des Eideseines Juden unabänderlich, so würde dasoben angeführte Benehmen weniger zu mißbilli-gen seyn. Aber das sind sie nicht, am we-nigsten in den preußischen Staaten. DieWeisheit, die Gerechtigkeitsliebe, die unermüdeteSorgfalt der Negierung, ist immer bereit, immerthätig, alles Zweckwidrige abzuschaffcn, alles Drük-kende anfzuheben, und jedes Gesetz abzuändern,dessen Bestimmungen den Grundsätzen des Na,turrechtö entgegen, den unabänderlichen Prinzi-pien der Vernunft widersprechend, und der ge,meinen Wohlfahrt nachtheilig ist. Demungeach-tet halten es die Juden gar nicht der Mühewerth, den Versuch zu machen, ihre Abän-derung zu bewirken, und, wie sie selbst behaup-ten, ihre ihige Härte und Zwecklosigkeit darzu-khun. Sie stellen sich öffentlich, als ob sie solcheganz ignorirten, und bemühen sich ins Ge-heim sie zu eludlren. Sie mögen gar nicht da,von reden hören, und denken doch bei jedemGeschäft zuerst und vorzüglich daran - alles soeinzurichten, daß sie gar nicht zur Sprachekommen. Um das Aergste zu sagen: sie lassen