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Ein einziger Schulmeister unter tausend Kindern in einer Schule : ein Beytrag zur Verbesserung der Lehrmethode und Schuldisciplin in niedern Volksschulen
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zärtlicher zn machen, verschließt er sein Herz gegendie Regungen des Mitleids.

Als Weltbürger und als Menschenfreund, dernicht aus Sectengeist, sondern blos ans Liebe zuseinem Vaterlande handelt, kann ich es nicht an-ders, als mit innigem Bedauren ansehen, wieunsre edlen Jünglinge aufs Erwerben so erpichtsind und mit so ungestümer Begierde nach Neich-thum trachten. Sind nicht Tugend, Redlichkeitund thätige Bruderliebe die Quelle aller Annehm-lichkeiten des geselligen Lebens und des Umgangs?Sind nicht Religion, Kenntnisse und gute Sittendas wahre Band der Gesellschaft? Warum dennmit einer solchen Begierde nach Neichthum gejagt?Warum nicht lieber für den Armen gesorgt, der sosehr des väterlichen Vormunds und der Hülfe be-darf? Ich wünsche von ganzem Herzen, daß derso erworbene, so erjagte ungeheure Neichthum un-sers Vaterlandes uns nie zur Geißel, noch zu ei-nem unser eigenes Innere verzehrenden Krebs wer-den möge!

Würde nur der tausendste Theil der Sorgeund Mühe, die man auf den Erwerb des Geldes,welches der Rost, und der Kleider, welche die Motteverzehrt, täglich verwendet, einer bessern das Ge-müth früh zur Tugend erhebenden Erziehung desjungen Geschlechts gewidmet: zu welch einer schö-