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sie bessert von Grund aus und zerstört die Wurzeldes Verderbens. Nicht genug, daß sie den Baumbeschneidet, pftopft, begießt; sie bringt einen gutenBaum hervor, so daß die Frucht auch gut werdenmuß. Sie zerstört das Verderben in seinem Kenme. Sie hat es mit den Triebfedern unserer Hand-lungen zu thun. Sie bringt jedes böse Wort,jeden bösen Gedanken vor Gericht und spricht darrüber das Urtheil. Es giebt keine Sünde gegenGott oder Menschen, die in den Augen eines wahrren Christen geringfügig wäre. Er erkennt es, daßman durch jede Sünde, so gering sie an sich selbstscyn möge, größern Sünden Thür und Thor öffne,->- daß die Ueberschwemmung erfolge, sobald dieSchleusen zerbrochen sind, — daß der Ursprungdes Bösen zwar geringe, aber das Ende desselbenElend und Verderben sey, und daß, wo ein Endeist, auch ein Anfang seyn müsse, sey er auch nochso gering. Er sucht deshalb das Böse in derKnospe zu zerstören und unterdrückt jedes böseWort, jeden bösen Gedanken, er flieht vor derS mde, wie vor einer Schlange, und meidet sogarallen bösen Schein. Den Einfluß der Leidenschaftund des Vorurtheils von dem Einflüsse der Ver-nunft zu unterscheiden, das hält bisweilen schwer:aber bey der Ausübung der reinen und unverfälsch-ten Religion, die uns „Wittwcn und Waisen in