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weiß es aus vielfältiger Erfahrung, daß sie aufdas Lernen eben so erpicht werden, wenn man un-schuldiges Vergnügen damit verbindet. SollenVergehungen mit Strenge bestraft werden, so ver-dienen es unstreitig Laster und unmoralisches Be-tragen am meisten. Ich bin aber überzeugt, daßauch für diese nicht immer harte Strafen nöthigsind, indem ich manchen gefühlvollen Knaben ken-nen gelernt habe, der ohne dergleichen Strafengebessert, ja von einem so schlechten Betragen, wiees nur in Schulen Vorkommen mag, gebessertwurde.
Daß Kinder ihre Zeit in der Schule verfaulen-zen oder verplaudern, das geziemet sich nicht; siekönnen nicht zu gleicher Zeit plaudern und lernen.In meiner Schule wird Plaudern als ein Verge-hen betrachtet. Für eine so große Anzahl von Kin-dern fällt es sehr selten vor; geschieht es aber ein-mal, so wird es sogleich bestraft.
Jeder Monitor ist für die Reinlichkeit, Ordnungund Stille der Schüler in seiner Classe verantwort-lich. Seine Wahrheitsliebe ist untadelhaft, — eineEigenschaft, von der sehr viel abhängt. Er mußjeden einzelnen Knaben in der ihm anvertrautcnClasse beständig im Auge halten, um zu bemerken,ob auch einer seine Zeit mit Plaudern oder mitFaulenzen verschwende. Hat er dergleichen an ei-