iv5
attder zu vergleichen, bis die Arbeiten sämmtlicherKnaben untersucht sind. Ist die Untersuchung (dieman mit dem Stimmen und Wahlen vergleichenkann) geendigt, so werden die Nummern i, wel-che znvor zu Gunsten jeder Classe ausgezeichnet wor-den , aufgezogen und zu Gunsten derjenigen Classe,welche die Mehrzahl hat, entschieden. — Es istzum Erstaunen, was für eine Emsigkeit und An-strengung dies hcrvorbrmgt. Und das Frohlockender Knaben, wenn sie die Mehrzahl auf Seitenihrer Classe finden, und die Art und Weile, wiedie Monitors die Knaben in ihrer Classe ansporneu,durch Vorwürfe, wenn sie saumselig sind, durchermunterndes Lob, wenn sie sich angreifen — dasgewährt ungemein viel Vergnügen. Wenn ein sol-cher Wettstreit vorfällt, was nicht selten geschieht,so sind alle Schüler und vor allen die Monitorsder Elasten so sehr dabey interessrt, daß sie, wennman es zugäbe, so lange die Entscheidung dauert,gern alle Arbeit liegen ließen. Der Wettstreit dauertmeistens keine zehn Minuten.
Es erwächst aus diesem Wettstreit ein bedeu-tender Gewinn. Jeder Monitor und jeder Schü-ler inmmt daran in einem solchen Grade Antheik,daß er seine Kräfte aufs äußerste anstrengt. Hatder Lehrer bey einer solchen Gelegenheit entdeckt,was sie zu leisten im Stande sind, so weiß er nach