„werten wußte«/ als mehrere von den Kna-„ben, die mit ihnen umgegangcn waren wie„Policeydiencr mit einem Dieb."
Ich nenne dies praktischen ReligionSrUnterricht ?) und könnte, wenn es nöthig wäre,noch viele ähnliche Anekdoten anführen. Aber zweyPunkte sind noch sehr bemerkcnswerth, nehmlicherstens, daß alle Knaben, die zur Schule gehö-ren, und vorzüglich die Untermeister die Pflicht aufsich haben, Vergehungen und Ruchlosigkeit nicht zuverhehlen; und, zum andern, ein Vorfall mit zweyKnaben, welche wegen ihres Fluchens verklagtwurden. Der Ankläger des erstem Uebclthäterssollte mir die Worte wiederholen, die dieser ge-sprachen hatte; er schien zu glauben, daß seine Lip-pen durch die Wiederholung dieser Worte würdenbefleckt werden, und — er schrieb sie auf die Schie-fertafel. Der andre Ankläger — buchstabirte dieWorte ganz bedächtlich, statt sie wie gewöhnlichganz und im Zusammenhänge anszusprechen. Ichhabe es oftmals bemerkt, daß die Knaben einenwahren Abscheu und Widerwillen daran hatten, sol-che Worte zn wiederholen, und immer fühle ichmich glücklich, wenn ich bey solchen Gelegenheitendiese Schüchternheit und die wachsame Sorgfaltsehe, womit viele von den mir anvertrauten Kin-dern einander zNM Guten anhalten. Dey der Er-