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2 (1797) Vom Untergange der alexandrinischen Schule bis Kepler
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376
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Z/6 Von der Astrologie

sie unter die mathematischen Wissenschaften zu zählenwagte k). Seine Gedanken werden uns zeigen, wiedieser Irrthum damals verführen konnte, und was erfür die guten Köpfe vernünftigere hatte. Es ist eininteressantes Schauspiel, einen großen Mann im Kam-pfe mit der Vernunft zu sehn.

Er unternimmt es nicht nur, die Astrologie mitder. Religion zu vereinigen, sondern er faßt auch denVorsatz sie auf den Glauben und die Vernunft, welchesdie Führer des Menschen auf der Erde sind, zu gründen.Die Macht und den Einfluß der Gestirne leugnen wol-len, hieße, sagt er, die Weisheit und Vorsehung Gotteszerstören, und der Erfahrung widersprechen; Gott hatnichts vergeblich geschaffen, seine Werke sind eben sonützlich, als prachtvoll. Der Mensch hat bei seinenkleinen und begrenzten Werken immer einen Zweck; was"wäre die höchste Weisheit, wenn Gott die Gestirne ohneNoth und ohne Plan in die Räume des Universums ge-worfen hätte ? Der Himmel ist eine unveränderliche undimmerwährende Uhr: der Himmel umgiebt die Erde,und nach der Hypothese des , drchcte er sich umsie herum, um die Tage zu messen; der Mond erneuertseine Phasen, um die Wochen anzuzcigcn; die Sonneund der Mond durchlaufen ihre Bahnen, um die Mo-nate und Jahre zu bilden. Aber wozu nützen die fünfübrigen Planeten, die ihren Lauf mit derselben Regel-mäßigkeit und Beständigkeit vollenden, und die MengeSterne, womit der Himmel so verschwenderisch geschmücktist, wenn die Absichten Gottes durch die beiden großenLichter, die den Tag und die Nacht erleuchten, und durchihre aufeinanderfolgenden und ancinandcrgekettetcn Um-läufe, welche die Zeiten bestimmen, erfüllt werden?Wie! die Mineralien, die Metalle haben ihre Eigenschaf-

k) 1')'cbo, Orar. äe äiscipl. marbem. Dieser Aufsatz wurdeauf der Universität Kopenhagen im Jahre 1574 vorgeicscii.