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2 (1797) Vom Untergange der alexandrinischen Schule bis Kepler
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229
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des dritten Abschnitts."

§. r6.

Um diese Zeit lebte der Kardinal Nl'colaus' Lusa 5 wel-cher astronomische Kenntnisse besaß. Er hat die Fehler deralphonsinischcn Tafeln bemerkt, und über die Verbesserung deSKalenders geschrieben. Er sah» daß die Bewegung der Fix-sterne » so wie sie in den alphonflnischen Tafeln angenommenwurde, nicht mit den prolemäischcn Beobachtungen überein-stimmte p). Man legt ihm die Ehre bei, daß er unter denNeuern zuerst die Meinung von der Bewegung der Erde er-neuert habe g). Ohne auf den alten Zustand der Astronomiezurückzugehen, war diese Idee sehr oft wieder unter den Phi-losophen in Gang gebracht worden, allein zu schlecht gegrün-det, um angenommen zu werden; sie sollte nur den unsterb-lich machen, der sie beweisen könnte. Der Kardinal Lus»starb 1464.

Georg von Trapezunt, auf Kreta geboren, hatte da-her den Beinamen Trapezunt, weil er aus dieser Stadt ab«stammle; er war der erste, der das Almagest des Prolemau»ins Lateinische übersetzte. Er war Sekretär bei dem PabsteNicolaus V; er war ein großer Anhänger des Aristoteles, dener weit über Plato setzte. Der Kardinal Beffarion übernahmdie Verteidigung des göttlichenPlaro. Dieser Streit machteden flüchtigen Griechen wenig Ehre, die diese großen Männerauf gleiche Weise hatten bewundern sollen, statt sich zu treu-nen, um sie zu verschreien. Georg von Trapezunt hak nochdie folgenden Werke geschrieben:

1) Eommeritarium ln F'ro/eenaer centum kententia;.

2) Oe antilciis.

z) Lur aikrologorum iuäicia plerumgue kLlIanlur.

4) lutrocluctio in magnam F'ro/e-naer compolitionem.

Dieß letzte Werk befindet sich noch im Manuskript aufder Bibliothek vom Escurial; die andern sind 1544 gedruckt:er starb 1486 in einem neunzigjährigen Alter.

h. i7-

Wir wenden uns zu Peurback, dessen Ruhm sich bisauf unsre Zeiten erhalten hat. Wir haben gesagt, daß er dererste ist, der sich in der erneuerten Astronomie wirklich ausge-zeichnet hat. Er suchte besonders die Rechnung zu erleich-tern. Er berechnete verschiedene Tabellen, die damals fehlten,oder wenigstens einer größern Genauigkeit bedurften; die

p) dloiiii opers, k-ik. II. c. 4. p. so.

g) Man sehe seine Werke, I>ib. ll. et XU. äs äoct» lgllorrntla.