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2 (1797) Vom Untergange der alexandrinischen Schule bis Kepler
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214 Erläuterungen

selbst noch keine Wohnung haben. Prächtige Tempel habenzu asten Zeiten in Asten existirt; dieß ist ein Beweis des Alter»thums der Geschlechter/ und die Monumente einer lange exi-stirenden Gesellschaft. Die Gallier, welche solche Einrichtun-gen nicht hatten, waren also nicht von demselben Alter. Wennman zeigt, daß die Sociekat in Gallien wenig fortgerückt war,so beweiset man dadurch, daß die Wissenschaften es nicht wa-ren ; denn es giebt keine Wissenschaft ohne bürgerliche Gesell-schaft, und ihre Fortschritte richten steh nach den Fortschrittender Kultur. Die Verse» welche von den Druiden abgesun-gen wurden, beweisen nichts zu ihrem Vorthcilc; r) weil wirdiese Verse nicht haben: 2) weil in jenen unwissenden Zeilendiese Verse sehr gelehrte Sachen zu enthalten schienen, worauswir heut zu Tage wenig machen würden. Ohne Zweifel wur«den ehemals die Verse des Hesiodus gesungen; wenn wir sienicht hatten, so konnte man sie mit großen Lobsprüchcn über-häufen. Man bemerkt beim Lesen derselben, daß sie nur dieAstronomie der Feldarbeiter enthalten; also die, welche unsreBauern noch aus dem Unterrichte ihrer Varer und ihrer Erfah-rung haben: endlich z) weil man, wenn diese Verse irgendschatzbare Kenntnisse, irgend eine große Wahrheit enthielten,glauben muß, daß diese Wahrheiten fremd und in die Spra-che der Celtcn übersetzt waren, wie in der Kindheit Griechen-lands Orpheus die Grundsätze und die Resultate der orienta-lischen Philosophie in schöne Verse übersetzt hat, deren Rufhis auf uns gekommen ist.

§. 2.

Wir haben es als unzweifelhaft angesehen, daß die Cel-ten ursprünglich von den Scythen abstammen; wir haben denAbbe' Lanier und mehrere andere Gelehrte, welche das Alter-Ihum der Völker studirt haben, zu Gewährsmännern. Ueber-dieß haben die Verwüstungen, welche die Völker des Nordensso häufig in Europa angerichtet haben, bewiesen, daß ihnender Weg aus ihren kalken Landern zu glücklicher» nicht unbe-kannt war. Nicht als ob man keine Schriftsteller fände, diedas Gegentheil behauptet haben. In dem letzten Jahrhun-derte im Jahre 1676 dedicirte Audigier dem Könige Luv-u>ig XlV, ein Werk'über den Ursprung der Franzosen, woriner sich zu zeigen bemühte, daß die alten Gallier der Stammbeinahe aller Völker wären. Die meisten Barbaren, welcheEuropa verheert und erobert haben, waren ursprünglich ausGallien. Die Vandalen 6) sind aus der Provence und der

ä) Lu6>§ier , srixin« äss krsn^oi», 1. I, z>. z8 e» ro.