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2 (1797) Vom Untergange der alexandrinischen Schule bis Kepler
Entstehung
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127
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des zweiten Abschnitts.

nicht erfunden war, und wo die Kommunikation, vorausge-setzt, daß sic überhaupt cxist-rte, sehr schwierig senn mußte;fünf und zwanzig Jahre waren nicht hinreichend, die nützlich,sie» Kenntnisse an die äußersten Grenzen der Welt zu brinqen.

Bis jetzt, oder wenigstens seit der Erneuerung der Astro-nomie hatte man nur die mittlere Bewegung der Gestirne ge-kannr; man theiltc das Jahr in vier gleiche Jahrszeiten, undwußte nicht, daß die Sonne länger in dem nördlichen als mdem südlichen Theilc der Erde blieb r). Eben so wenig hatteman die Gleichungen der Bewegung des Mondes vermuthet.Im Jahre ooü encdccklen zwei Astronomen, Lieou-Hong undTsaysyong, daß die Bewegung des Mondes nicht gleichför-mig und einer Ungleichheit unterworfen wäre, deren Maxi-mum fünf chinesische Grade oder 4 o 41^ betrug. Siebemerkten» daß die Mondsbahn ungefähr 6 0 chinesisch ge-gen die Ekliptik geneigt war, und bemerkten, daß das Son-nenjahr etwas kürzer als Tage war, aber man sagtnicht wie viel u). Diese Astronomen bestimmten zuerst inChina die Umlaufszcit des Mondes in Beziehung auf seineErdferne, oder was Ptokcuiäua die UnilaufSzeit der Ungleich-heit nannte, zu 27 Lag. iz St. 16^ 50" mit etwas wenigerals 2' Fehler x).

Um diese Zeit war es auch, als man die rückgängige Be-wegung der Mondsknotcn kannte; aber inan bestimmte ihreUmlaufszcit schlecht: man glaubte sie wäre 27T./St. 42^zz"; man entfernte sich also von der Wahrheit um mehr alszwei und eine halbe Stunde /). Es ist sonderbar, daß dieseUmlaufszcit genau die Umlaufszeit des MondeS in Absicht derSterne ist; so daß hier ein gui pro gua entweder von Seitender chinesischen Astronomen, oder von Seiten der Missionä-ren, die uns ihre Idee überbracht haben, vorgegangen zu seynscheint. Diese bestimmte Umlaufszeik war das Werk desL-icou-hong; man kann cs wenigstens glauben, weil er zu-erst an die Stelle der alten verlorne» Astronomie Grundsätzezur Berechnung der Finsternisse aufsiellte.

§. n.

Im Jahre 284 erfand der Astronom Riang s kr eine Me-thode, die ihm zur Ehre gereicht; nämlich die Methode, ver-mittelst der Mondsfinsternisse den wahren Ort der Sonne zu

t) IbM. p. y.

u) Ivici. lom. IU, p. y/.x) Ibi-j. 'I'oin. III, p. 97-7 ) Ibi<I.