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2 (1797) Vom Untergange der alexandrinischen Schule bis Kepler
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6 Von den Arabern, Persern u. n. TarLarn.

Bürgerkrieg den Muth, der vereinigt mit fanatischemReligiouöeifer, den Gemüthern die dem Genie nöthigeBewegung mittheilte. All.ein nur Krieg und Erobe-rungen kündigten anfangs dieß Genie an, und die Ehr-sucht der Araber wurde erst durch die Eroberung der afri-kanischen und spanischen Küsten gesättigt. Diese Siegewaren schnell, und der Friede erzeugte Muße. DieAraber fr«, ihre Aufmerksamkeit auf sich selbst zu rich-ten, wurden ihre Unwissenheit gewahr, und fühlten,daß auch Beherrschern der Wett etwas fehlen könne.

Sie bewohnten eine zur Aufklärung sehr glücklicheGegend. Gegen Norden hatten sie Chaldäa, wodurchsie nicht nur im Besitze der Traditionen waren, welchedaselbst noch epistiren konnten, sondern auch die zahlrei-chen Bibliotheken benutzen konnten, welche erst nachher«ntergegangen sind, und ohne Zweifel kostbare Schätzeenthielten. Gegen Morgen wohnten die in Asien soalten Indier, die vielleicht den größten Theil der Ucber-reste der alten Astronomie besitzen. Gegen Abend be-- saßen sie Aegypten, Alepandrien, und alle Kenntnisse,womit Hipparch und Ptolemäus die Wissenschaftbereichert hatten. Die Khalifen fanden an denselbenGeschmack , nahmen sie in ihren Schutz, und brachtensie dadurch nach Arabien. Der Geschmack der Fürstenist immer Schöpfer. Alle Völker sind, wie man allge-mein hat bemerken wollen, zuerst durch ihre Fürstenaufgeklärt worden. Bei rohen Völkern steigt das Lichtherab, bei einer aufgeklärten Nation hingegen steigt eshinauf. Die Stelle erhebt den Menschen, und ent-wickelt alle Naturgaben. Haben sich aber einmal dieKenntnisse gehäuft, so kömmt das Gefühl der Machtund Größe »veder dem Unterrichte noch dem Genie mHülfe.

§. 6 .

Der Khalife Harun al Raschid, der in Asieneinen so großen Ruf hinterlassen hat, gab im neuntenJahrhunderte Europa Beweise von der Vollkommen