Lage der Reichspfalz Werla.
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Zu Ende des sechzehnten oder zu Anfänge des siebenzchutcnJahrhunderts. Daß Closter Heiuiugcu soll haben In undt vor Wehrteden Zehnten, 8 hucffe tandes darzu 8 kothofft, 3 Meycrhoffe. M. eintorff Borchtorff. Werte. Daruff gibt vu-l vndt Schefferin vorerst zumBericht; Mit diesem Dorff Werte werde gemeint daß Dorff itzo Borch-torff gcnandt, dan zuvor Habs Werte geheißen. Jdoch ists auch Borch-torff gcnandt worden. Jnmaßen solches ihre alte Register undt cloou-msirta, anßweißcn. Vndt habe nun das Closter Heiningen zu Werteoder Borchtorff den Zehnten. — Die 8 huefc tandes undt 2 hoffe imDorffc hettc daß Closter auch noch — 5 hueffe sch frey gutt. Die8 kothoffe hetten sie da nicht mehr; allein sie hetten daselbst 8 worde,hieltenß dafür, daß dieselben mit den 8 kothoffen gemeinct worden.
Im achtzehnten Jahrhundert. Bei Burgdorff ist eine Feldmarkt,welche Werle heißt, Kloster Hcinig hat eine Capelle daraus gcsetzet,wcshalben jetzt dieser Ort von vielen Krentzberg gcnennet wird. Ruclsrs.liegen tief, aber genug da, und die Nonnen zu Hciningcn wollen be-haupten, es hätte eine Vice-Königin, welche sie fnndiret, allda gewöhnet.Werte ist eine sehr lange Anhöhe, welche sich nach Goslar hinaufziehet, an dieser Anhöhe liegt auch das Dorf Wehre im Ambt Wide-lahe. Von dieser Werle sind viele Merkwürdigkeiten in einer altenChronik beschrieben. Die Werle endigt sich nahe bei Burgdorf, woder Berg auf einmahl an einer Seite von der Oker, an der andernvon Vieheweiden und dem grosen Steinfelde umgeben wird. — Notizim Hildesheimischen Landesarchive, ff
Hier ist auch das Geschlecht zn erwähnen, welches sich vondem Orte schrieb. Im Jahre 1154 war Dinclolkus cls IVsi-sIs zuGoslar Zeuge (Usiiisos. rrirtic^cz. (stosl. 151); 1276 Usirrieus cls^Vsrls; derselbe 1293; 1294 Usiiro (Scheid, Vorr. zu Mostr's eocl.clixlora. XDIII. X.); 1300 Hsm-iocrs; 1314 derselbe, welcher eineTochter des Hildesheimischen Cämmerers Ludolf zur Frau hatte (VCürclt-rvein, irovn sulrs. clipl. 1.361); o. 1360 krntrss clisti cls ^Osiüs alsLehnsleute der Aebtissin von Gandersheim. (Uni-sul). bist. Onncl. 850).
Die von Werle und der Ort Werte, welcher in den Urkundendes Marienspitals zu Braunschweig — Anzeiger für Kunde des Deut-schen Mittelalters 1.283 — vielfach Vorkommen, werden in das Halber-städtische gehören.
>) Die verfälschten, unbrauchbaren Dokumente im Hercyn. Arch. 318, 3l9mochte ich nicht berücksichtigen.