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1 (1858)
Entstehung
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Erster Abschnitt.

Urgeschichte bis auf Reruward, 992.

Der Thcil der Sachsen, dessen Geschichte ich erzählen will, bewohntdie nordwestliche Abdachung des Harzes, sowie einen Theil der nord-deutschen Ebene zwischen Leine und Oker und noch über die Allerhinaus bis zu den Quellen der Jse, und wird seit tausend Jahrenin der Geschichte genannt. Unbedeutend ist der Raum, unbedeutend fürdas Ganze das, was sich in demselben begab; dem einheimischen Leseraber dennoch nicht gleichgültig, weil er den Baum wohl mag wachsensehen, in dessen Schatten er ruhet, und der fremde Geschichtsfrenndfindet Steinchen, die er gern benutzt, wenn er das Mosaikgemäldedeutscher Sitte und deutschen Sinnes für die einzelnen Jahrhundertemühevoll zusammensetzt.

Zur Zeit des Beginnes unserer Zeitrechnung bewohnten Cherusker Schwertmänner, von Heru, Schwert unsere Gegenden. ff Siewaren es, die Barus' Heer und damit die Gewalt der Römer unterden Deutschen vernichteten und Germanicus' Unternehmungen ein un-glückliches Ende bereiteten. Auch gegen Gewaltherrscher unter denDeutschen selbst traten sie aus, wie gegen Marobod, welcher vieleVölker sich unterworfen hatte, aber, von den Cheruskern angegriffen,geschwächt fiel) in seine östliche Heimath zurückzog. Freilich vollsührtensie diese Kämpfe nicht allein, aber doch als die Führer der benach-barten Völker. Nur den südlichen Nachbaren, den Sucven und Chatten,standen sie feindlich gegenüber und sollen ihnen unterlegen sein, undnun hießen sie nicht mehr, wie früher, die guten und gerechten Cherusker,sondern Thoren und Träge; in ihren Sturz wurden die Fosier ver-

>) D'Anville, Handb. d. alt. Erdbeschr. umgearb. von Heeren, I. 228; Ger-mania vonMannert 120; Wilhelm, Germanien 190. VorAllenZeuß, dieDeutschenlOS.

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