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1 (1858)
Entstehung
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423
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Verlegung der Cathedrale von Elze nach Hildesheim. 423

eine gewöhnliche Pfarrkirche nicht paßt, i) Ein vstus naonusterinnanun gab es auch zu Münster, und cs steht fest, daß dort dasselbeursprünglich die Cathedrale gewesen, und diese erst später verlegt ist.Hiernach könnte man geneigt sein, hier einen gleichen Ursprung desNamens anznnehmen; allein näher liegt doch wohl die Erklärung, daßdas Frauenkloster, welches früher auf dem Berge bei der Margarethen-kirche lag und im eisten Jahrhundert aufgehoben wurde, von da andas Alt-Münster genannt wurde, im Gegensätze zu dem Ncuen-Münster,welches dem Collegiat-Stifte der Chorherren zugehörte?) Da nunauch Hildesheim eine Burgstadt (ui-k)8) hatte, die Bcnueburg also alssolche nicht angesehen werden konnte, so bleibt cs allerdings noch zuerklären, wie man die Hildesheimische Kirche die Bennebnrgsche nennenkonnte. 3)

Die Einwendungen, welche man gegen die Verlegung des Bis-thums vou Elze an einen bebanctcn und bewohnten Ort ausgestellthat, treffen meine Annahme größtentheils nicht: ich bemerke nur Fol-gendes darüber. Die Erzählung des Sächsischen Annalisten ist schonbeleuchtet; der Umstand, daß cs damals keine Städte in Sachsengegeben hat, steht der Annahme eines Hofes, eines Dorfes, nicht ent-gegen, und der Ausdruck onitäs IlilckenLsIreim in der Lebensbeschrei-bung Godehards ist gerade für die hier ausgestellte Meinung benutzt.Derselbe beweiset für die gegenteilige überdem nicht das Geringste.Daß eine ourlis nicht gerade ein Meier- und Bauernhof, sondern weiteher ein Hcrrnhos war, ist bekannt genug, uud wird schon durch dieonrtis i-LAaUs zu Goslar, welche in Godehards Leben vorkommt, 4)durch die enrtis wozu zwei Dörfer, zweihundert Hufen, der

Harz und Goslar gehörten, dargethan. Sodann beruhet jener Aus-druck darauf, daß man damals die Ortsnamen nicht beugte, wie 1049:in prneäioto inonnsterio Eloslare, 5) obgleich schon damals Goslargewiß nicht bloß ein Kloster war. Endlich haben wir die vollgültig-sten Zeugnisse, daß Hildesheim zu Godehards Zeit etwas weit Bedeu-tenderes, als ein Meierhof, gewesen sei. Tangmar erzählt, daß Bern-ward den Ort mit Mauern umgeben und mit Thürmen im Kreise

>) Lüntzcl, Die ältere Diöc. Hildesh. 191.

2) Zuerst erläutert von vr. Kratz, Der Dom zu Hildesh. III. 68 Note.

3) Etwa so, wie ein Thcil von Bonn, wahrscheinlich um die Münstcrkirchc,ursprünglich Verona hieß, dann mit dem Orte Bonn zusammenschmolz, worauf dieserName mehr und mehr überwog.?

4) Doibn. I. 494.

5) Iloiwece. antigg. Ooslur.