Verlegung der Cathedralc von Elze nach Hildesheim. 419
waren: wie ganz besonders wird man bei der Cathedralc hierauf dasAugenmerk gerichtet haben! und bis späthin wurden vor den ThorenHildeshcims die Godinge für zwei Gaue gehalten, welche schwerlicherst in neuerer Zeit dahin verlegt sind, und dein Orte in der altenZeit, wo im Godinge alle öffentlichen und viele Privatangelegenheitenerledigt wurden, Bcdcntnng geben mußten.
Es ist nun noch übrig, die Spuren nachzuwciscn, welche sich vonder Gründung des Bischofssitzes auf einem Herrnhofe erhalten haben.Nach dem in der Sache begründeten Verlaufe und nach demjenigen,was ähnliche Verhältnisse anderer Orten ergeben, muß man das alteDorf für das ursprüngliche Hildcneshcim nehmen; der daneben bclcgeneBischosskamp erinnert noch jetzt an den einstigen Besitzer. Der Bischofzog vor, sich ansznbanen und seinen Sitz und die Cathedralc auf einerAnhöhe zu gründen, von wo sie in das Jnnerstcthal schauete und wo sievon fast allen Seiten durch die Innerste, die Triebe (Treibe), welchedamals eine bruchige Niederung durchfließen mochte, gesichert war. DieGerechtsamen des Hofes im alten Dorfe gingen auf das neue Hildesheimüber und wie vor jenem der Bischofskamp, so breitete sich unter diesemdie Bischofswiese (pwatuirr episooxi, die Venedig) ans. Noch andereSpuren des früheren Zustandes und der Bestandthcile lassen sich Nach-weisen. Es gehört dahin die Nachricht, daß Bischof Godehard ansseinem Hofe Hildencshcim ein schönes Münster erbauet habe. Z Dieseswar das Landgut (ern-tis), womit das Bisthum begründet war, undwelches zu Godehards Zeit ganz ohne Zweifel noch als Ackcrgutbcwirthschaftet wurde. Von seinen Zubchörungen lassen sich nur die-jenigen urkundlich Nachweisen, welche nach und nach davon getrenntwurden, denn nur diese werden erwähnt. Dazu möchte nun gehören,was Bernward in der Stiftungsurkunde des Klosters Michaelis diesemzu Hildesheim selbst beilegt, als den mit Buschwerk bewachsenen Hügel,worauf Kirche und Kloster erbauet wurden, einen Obstgarten im Ostender Michaeliskirche, einen Weinberg im Westen, eine Holzung imNorden, sechsundzwanzig Worthen aber im Süden, endlich eine Mühlebei dem Walde in Hildesheim. ?) Zubchörung der Cnrtis werden auch
>) Vits, docleli. Lp. I,eibn. ser. rer. Lr. I. 744, 773; in der letzteren Stelleein Misverständniß. II. 1083 hier curls verdruckt.
2) Llolendinnin priinuin inxta lucmn in Ilildeneslrsin. — Lee vero in paxoXstlalo, scilieet in ipso loeo Ilildenesbexin: Voineriuin in orientali Parts veclesi s.vinenin in oeeidentali. silvain in septsntrione. possessiones nntein diversns, gnsnostra, linAua eourdbe dieuntnr, nnnaero XXVI in insridiana xarte ecelvsie diverseloeatas. Es wird damals drei Mühlen in Hildesheim gegeben haben. Nachdem
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