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Beilegung der Cathedrale von Elze nach Hildesheim.
vielleicht — in dem Sprengel erbanet wurde. Freilich nennt dieHildesheimische Chronik Hildeneshcim als den Ort, wo Karl der Großeeine Kirche erbanet und welchen er zum künftigen Bischofssitze bestimmthabe; indeß bei der großen Kürze ihrer ältesten Nachrichten möchtenicht ein Widerspruch mit jener Erzählung, sondern nur ein Ucbcr-gehen der näheren Umstände anznnehmen sein.
Ist nun nach inneren und äußeren Gründen eine wahre That-sache erzählt und dieselbe nur ansgcschmückt, so verdient auch wohldas Streben, die Wahl des Ortes Elze zum Bischofssitze mit der zumTheil gar schlecht begründeten Hoffnung aus sein künftiges Aufblühenzu rechtfertigen, einige Aufmerksamkeit; denn cs liegt darin das Zu-geständuiß, daß nach seiner damaligen Beschaffenheit der Ort zu derihm gewordenen Bestimmung nicht geeignet war, und dieser Umstandkonnte dann die Verlegung unter Karls Nachfolger, welcher nicht die-selbe Vorliebe für Elze mitbrachte, veranlassen. Außerdem ist aberhervorzuhcben, daß der Mangel an Ländereien als Ursache der Ver-legung angegeben wird, welches nach dem damaligen Anbaue Sachsens,und da von der Umgebung eines Kaisersitzcs die Rede ist, nur heißenkann, es habe dort an Gelegenheit gefehlt, den erforderlichen Grund-besitz an Höfen, Aeckern, Wiesen »nd Holzung zu erwerben. Zu dieserErwerbung mußte also an dem nunmehr zur Niederlassung des Bischofsausersehencn Orte sich Gelegenheit darbieten, dieser konnte keine Wild-niß sein. Beide Aeußerungen lassen also wiederum nur einen der Ver-legung des Bisthums vorhergehenden Anbau Hildeshcims annehmeu.
Dieser Beweis läßt sich auch noch auf eine andere Art führen.Wir finden im Mittelalter vor den Thoren Hildesheims oder ingeringer Entfernung ringsum eine Menge später eingcgangener Dörfer:Hohnsen (1270) im Süden, Harlessem (1022) im Südosten, Mackenstedt(1146) im Osten, Oldendorf (1146?) im Nordosten, Dutsre villn (1015und 1022) und Essem (1022) im Norden, die Benneburg (1249) imWeste«, Lotingessen (1146) im Südwesten; außerdem die Meienburgbei der Carthause, eine cloinus Uelli, wo jetzt die Kreuzkirche steht,und das Schloß Werder. U Das Aufblühen Hildesheims hat dasEingehen aller dieser bewohnten Ocrter zur Folge gehabt, und es istkeine Spur vorhanden, daß jene Niederlassungen erst von dem mit derCathedrale begnadeten Hildesheim ausgegangen wären; dieses ist sogar
I) Insul». Lustruin »puä nostrum oivitutein situm wurde von Bischof Conrad II.zerstört.