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Kloster Grauhof.
Gerichtstage ausgcblieben, die beiden Grafen verbürgten sich für ihn,daß er das Geschäft nicht anfechtcn solle. Dagegen trat des Verkäu-fers Sohn, Hermann, auf, behauptete, er habe den ihm gebührendenAntheil an dem Kanfgeldc nicht erhalten, und überfiel in einer Nachtdas verkaufte Gut mit Brand und Plünderung. Der Bischof ver-mochte nicht, das Kloster zu schützen, und als sich Markgraf Albrechtder Bär in's Mittel legte, und einen Tag (14. März 115l) zur Ver-handlung in seiner Wohnung zu Goslar, im Hause des MünzmcistersThiedolf, abhielt, worauf dem Verkäufer die Zahlung des ganzen Kauf-preises uachgewiescu wurde, mußte sich das Kloster dennoch dazu ver-stehen, zehn Mark nachzuzahlen, worauf das Kaufgeschäft abermalsanerkannt und unverbrüchliche Haltung den Vertretern des Klosters,den Grafen Ludolf und Adelhard, gelobt wurde. Hierauf begab sichder Markgraf in die in der Marktkirche gehaltene Synode, erzähltehier, nachdem er von dem Bischöfe Erlaubnis; erhalten, den ganzenHergang und ließ das Geschäft von den Verkäufern nochmals an-erkennen, worauf auch der Bischof dasselbe mit dem Banne bestätigte.So schwierig war damals die Veräußerung des Grundcigeuthumes!Das sollte das Kloster bald noch einmal erfahren. Arnold von Bnrg-dorf hatte ihm eine westlich von Goslar belegcne Mühle unter derBedingung verpfändet, daß, wenn er sie nicht binnen Jahresfristzurückkaufc, sie dem Kloster anheim gefallen sein solle. Arnold starbvor Ablauf des Jahres, und nun zahlte das Kloster an dessen SohnAdelhard acht Pfund Geldes, erhielt im Gerichte des Grafen Ludolfzu ^-MZei-otlis die Neberlassuug, riß die verfallenen Mühlengebäudenieder und führte weit bessere auf. Auch dieses Geschäft wurde vonAdelhard angefochten, indem er behauptete, cs sei eine Verpfändung,nicht ein Verkauf gewesen; auch hier legte sich Markgraf Adelbert in'sMittel und stiftete einen Vergleich dahin, daß Adelhard sofort dreißigMark zahlen und sodann von der zurückzngebendcn Mühle wöchentlicheinen Scheffel, abwechselnd Roggen und Malz, so lange entrichtentollte, bis die übrigen vierzig Mark und vier Mark für die Gebäudegezahlt wären. Dafür gab Adelhard dem Kloster eine Hufe in Leve,eine halbe in IRIsm-oels und den dritten Theil der Mühle in Dörnten.Am 2k. April 115k gab Bischof Bernhard über den Vergleich eineUrkunde.
Am 9. Mai 1152 verlieh König Friedrich dem Kloster einenSchutz- und Gnadenbrief, worin er zuvörderst beklagt, daß das Klosterum mehre Güter gekommen sei, und dann dessen Besitzungen aufzählt.