75
Stückwerke verbinden, und in ihrem Zusammenhänge, wasdoch wesentlich nothwendig ist, übersehen. 6) Endlich sollendie Landkarten zu dieser Bestimmung möglichst bequem zumGebrauch, folglich von einer massigen Größe seyn, welchedenselben beym gleichzeitigen Unterricht Mehrerer nicht hin-dert, und selbst die schnelle Uebersicht bey jedem Einzelnennicht erschwert.
Dieses bezieht sich indessen nur auf den Gebrauch geo-graphischer Hilfsmittel bey dem Unterrichte; ganz andersverhält sich ihre Anwendung für Zwecke der höheren Wis-senschaft der Statistik, und ihre Würdigung kann dannauch nicht in der Art Statt finden, wie es hier der Fall ist,wo blos die Lehre selbst beabsichtiget wird.
Durch Beziehung des empirisch Gegebenen, aufPrin-cipien formeller und positiver Wissenschaften, ist der eigent-liche Unterschied der Statistik von der Erdkunde begründet.— Was von jener allein, einer völlig historisch«: Ansichtfähig ist, sind die Thatbcständc, die sie aus der Geographiein ihre eigenen Inhalte überträgt; und selbst die Form desöffentlichen Lebens, in so ferne es sich, um die Erkenntnißdes Vorhandenen, und nicht um die Hinweisung auf denGrund und Zusammenhang des Gewordenen handelt. —Darum muß auch das statistische Studium nothwendigdurch Geschichte überhaupt, besonders aber jener der neue-ren europäischen Staatenbildung, durch Philosophie undJurisprudenz, oder durch die aus diesen Wissenschaften al-