eigentlichen Staatslehre, wie Praxis zur Theorie, — wirKunst zur Wissenschaft.
Insbesondere vereinigen sich Politik und Statistik bey-nahe bis zur Identität, indem jene die Lösung des gro-- ßcn Problems zur Aufgabe hat: Wie Staaten seyn sollen?— Diese aber dasselbe, nur mit bestimmter Beziehungauf gewisse Theile der Erde, lösen soll.— Wie nahe dieRechtswissenschaft, die National-Oekonomie, Staatswirth-schaft und Finanzwiffenschaft mit der Statistik -in Verbin-dung stehen, ergiebt sich aus ihren Objecten, welche dieStatistik erörtert, beleuchtet, und unter der vielseitigstenVergleichung berührt. — Am wenigsten darf man sich aberohne gründliche statistische Kenntnisse, in das Feld di-plomatischer Verhandlungen wagen, denn nur mit ihrerHilfe kann man auf diesem Boden öffentlicher Wirksamkeit,mit Ehren bestehen, und Ruhm für sich, und für sein Va-terland Vortheile arndten. Denn um die große Aufgabeder Diplomatie *) zu lösen: Wie man mit Weisheit, nach
*) Man hat dem besonderen Zweige der Staatslehre, welcher zu-nächst die Grundlagen des rechtlichen Nebeneinanderseyns meh-rerer Staaten zum Gegenstände hat, im Geschästslcben undgemeinen Sprachgebrauch den eigenen (obschon durchaus fehler-haften) Namen, Diplomatie, gegeben, aber noch ist kein richtigerWegriff ausgestellt, weder der ihren Namen selbst erklärte undrechtfertigte, noch ihren Inhalt bestimmte. Denn leitet manDiplomatie von Diplomatik (Urkundenlehre) ab, wie cs am'gewöhnlichsten geschieht, so wäre eine Wissenschaft darunter zu