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Marienroder Urkundenbuch : [bis zum Jahr 1400]
Entstehung
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VIII
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VIII

rores qui olim erant in monasterio vestro quod tuncecclesia in backenrod ordinis sancti augustini vocabatur"(llrf. 26). Eine Abänderung ihrer Regel oder cella war mitschweren Strafen bedroht (Urk. 1, 2); die Lebensweise derMönche lind Nonnen selbst aber ließ dieselbe für Backenrodenicht bestehen. Am 24. März 1259 schenkte Bischof Johannzn Hildcshcün dem Cistcrcienscr-Klostcrst zu Jsenhagcn, nachEntfernung der unverbesserlichen Augustiner-Mönche undNonnen (remotis illis qui prius ipsum locum tenuerant")von Marienrode, dies Dorf, um dahin einen Convent von Mönchenihres Ordens zn verlegen (Urk. 22), und am 1. August 1259 über-trug er dem neu begründeten Cistercienser-Kloster Maricnrodc

*) Robert auä Champagne, welcher schon im 15. Jahre in das Be-ncdictiner-Kloster Montier la Cclle gegangen war, fand den Ordengesunken, und begab sich, nach einigen mißlungenen Versuchen, imKloster St. Michael zu Tonnorc, bei den Einsiedlern zu Colan undMoleömc und in der Wüste Haue die Strenge der Ordensregel desH. Bcnedirt wieder herzustellen, mit 20 der eifrigsten seiner Anhän-ger von MolcSme nach Citcaur, wo sie vom 2. März 1098 an einKloster erbauten, welches vom Bischöfe zu ChalonS zu einer Abtei»nd Robert zum ersten Abte daselbst erhoben wurde. Letzterer starb1108 als Abt zu MoleSme. Der zweite Nachfolger Roberts inCitcaur, Stephan Harding, erlebte von 1114 bis 1119 die Grün-dung von 12 Filialklöstcrn; unter seinem Nachfolger, dem heiligenBernhard, aber, von 1133 an, verbreitete sich der Orden der Cistcr-cicnser trotz der Strenge der Lebensweise in demselben auf eine bei-spiellose Weise. Schwarzes Gcrstenbrod und Suppe von Eichcn-vdcr Bnchcnlaub war ihre Nahrung, Stroh ihr Nachtlager und Hand-arbeit ihre Würze. Fleisch, Fische, Eier, Milch und Wein durstennur in außerordentlichen Fällen genossen werden; und dennoch odervielleicht grade mit um deswillen zählte diese strenge Obscrvanz inden ersten 50 Jahren 500 und in der Mitte des 13. Jahrh. 1800Abteien, nachdem Bernhard derselben seinen Geist eingehaucht hatte.Die Cistercienser wurden auch Bernhardiner genannt. Sie genossenmancher Vorzüge und Ercmtioncn (vcrgl. llrk. 95), namentlich warensie frei von der Obcrausficht der Bischöfe und ihre Güter frei vonZehnten. Der Abt von Citcaur war das Haupt der ganzen Ver-brüderung, unter seiner Leitung wurden daselbst die Gcncralkapitclanfangs jährlich abgehalten.