IX
(„Monasterium Noualis sancte Marie, quod Bakkenrolkantea dicebatur") die sämmtlichen Besitzungen der Kirche da-selbst, welche dieselbe vom Beginne bis dahin gehabt nnd auswelche die entfernten Augustiner-Mönche vor ihm verzichtethatten, mit Ausnahme einiger namhaft gemachten Zehntenund Güter (llrf. 23, vcrgl. jedoch Urk. 28).
Herzoginn A gncs v v n L a » d s b e r g, Wittwe Heinrich'sdeS Langen, Herzogs von Sachsen nnd Psalzgrafen bei Rhein,hatte die Klöster Wienhausen nnd Jsenhagen gestiftet (f. Vaterl.Archiv Jahrg. 1855 S. 227). Am 3. Juni 1243 überließihr Herzog Otto von Braunschweig das -Obereigenthum anJsenhagen ;u solchem Zwecke; sie selbst übertrug an eben demTage dasselbe dem Abte Arnold in Riddagshansen sammt ihrenBesitzungen in mehren umliegenden Ortschaften und erklärte1246 das Cistercicnser-Kloster Jsenhagen 5 ), welches der Abt
5 ) ®aä von 1243 an sundirtc Kloster soll in A ltc n -Iscn ha gengestanden haben, von da nach H a n k e n s b ü l t e l verlegt sein, weilder Boden an der Jse zu fcnchl und sumpfig sei, und von Hankens-bültel nachmals nach Neu-Jsenhagen, weil die Heerstraße vonBraunschweig nach Lüneburg den Mönchen täglich zu viel fremdeGäste zugeführt habe. (Kurtze Summarische Erctzclung u. des KlostersJsenhagen Fundation u. <le 1595 im Klostcrarchivc zu Jsenhagen.)Wann dies geschehen, und wann das Mönchskloster aufgehört hatund ein Nonnenkloster in Jsenhagen entstanden ist, davon meldet die„Erctzclung« nichts. In Urkunden wird dem „monasterio simulet virginibus in Isenhagen" am 1. Fcbr. 1291 das Ober-eigenthum eines Zehnten übertragen, am 26. März 1334 den „mo-nialibus in nouo y senil aghcn« eine Rente zugesichert und am11. Februar 1345 wird der Kauf über „den Kamp, dar se (deMegcdc Gades tho Nicn Jsenhagen) dat nie Kloster up bughet;von H a nkenS b ü tt e l ist aber in keiner der bis jetzt aufgefundenenUrkunde die Rede. Der Abt Ilenricus de Bernten sagt in seinemChronie. monast. Marienrodo (ap. Leibn. 8er. It, 435) nichtsvon Hankensbütlcl, erzählt vielmehr, monasterium ipsum incendiopro maxima parte eonsninlnin et in favillas redactum esl.«Deshalb hätten die Mönche den Ort verlassen wollen und seien inMarirnrodc vvm Bischöfe Johann aufgenommen.