SDlnrienrobe, jetzt eine Klosterdomaine und Forsthans imAmte Colenberg, mit Kirche, Pfarre und Kapellanei im De-eanate Dettfurth, sudsiidwestlich von Hildesheim gelegen, ge-hörte in alter Zeit zum banntis veteris monasterii (Lüntzel,die eilt. Diöe. Hildesheim, S. 219 f.) und zum pagus Scote-lingen.
Bischof Berthvld zu Hildesheim stiftete daselbst am 22. Mai1125 ein Augustiner-Kloster st unter dem Schutze der Gottes-gebärerin Marie (s. Urk. 1) und erwarb die Kirche, »in guacongregatio elt constituta,« von dem Kloster St. Moritz für
i) AurcliuS Augustinus, geboren 13. Novbr. 35-1 zu Tagastc i»Numidien, halte als Presbyter zu Hippo in Afrika (von 391 an)in einem bischöflichen Garten und als Bischof daselbst (396 —T am 28. August 430) in seinem Hause eine Congregatio» fürglekchgestnute Kleriker seiner Kirche zum gcmciuschaftlicheu, ascetischcnLeben errichtet. Von ihm leiteten die Augustiner-Mouche ihre Regelab, wodurch zwischen den rcgulirtcn Canonicis und den Augustiner-Eremiten ein langer Streit geführt wurde <s. pragmat. Gesch. d.vornehmsten Mönchsorden V 319—334). Die fragliche Regel desAugustin, welche, außer den gewöhnlichen Fasten, jeden Mittwochund Freitag, zwei Tage vor Aschermittwoch und vom Allerheiligen-feste bis Weihnachten den Genuß der Fleischspeism verbot, hatPabst Jnnoeenz III. einer zu Romandiola (in Obcritalien) lebendenCongregation von Einsiedlern des Johann Bon, Johannboniten ge-nannt, ertheilt. Eben derselben Regel unterwarf Pabst Gregor IX.die in der Einöde Brittini (in der Mark Ancona) sich aufhaltendenBrittiniancr und Pabst Jnnoeenz IV. die toScanischen Eremiten >Pabst Alerandcr IV. aber vereinte unter dieselbe 1236 durch dieBulle lüeet ecclesiae alle Eremitengcscllschaftcn in Italien und