.Nehemias; 637
Auch daß sich der Verfasser zuweilen vergißt,und bei der blebersicht seiner Thaken wahrendihrer Beschreibung sich hie und da selbst gefallt,kan seine Glaubwürdigkeit nicht untergraben.Es ist eine Schwachheit deö Characters, nichtdes Schriffkstellcrs; und Züge der Art durftenauch bei keinem der hebräischen SchrifftstellerVertilger werden, wenn ieder das Eigenthüm-liehe seines Characters behalten, und sich da-durch von den ihm zur Seite stehenden Schriffc-stellern unterscheiden sollte.
§. 507.
Geschichte vcs Buchs.
Nehemias erschien zu der Zeit, da die heiligeTempelbibliothek der Hebräer angelegt wurde:vielleicht ist also das Autograph des Verfassersselbst darinn aufgestellt worden.
Nach seiner Vollendung, vielleicht bei einerneuen Herausgabe durch eineAbschrifft aus demTempelexemplar, wurde das Geschlechtsregisterder Hohenpriester bis auf Alexairders Zeit (Kap.Xll. 12) eingerükt.
Seitdem die Juden ihre heilige National-schrifften auf die Zahl von 22 und 24 Büchernzu setzen suchten: wurde, um diese Zählungdurchzuführen, Nehemias zum Estas geschla-gen, und das aus zwei verschiedenen Werken