Druckschrift 
2 (1781)
Seite
523
Einzelbild herunterladen
 

Ruch. 52z

sten Anverwandten nach dem Goel (Ruth H.20) u. s. w.

Auch haucht die Geschichte des Buchs inallen Umständen den alten hebräischen Geist.Sie schildert eine Welt, die Luxus und Reich-thum noch nicht mit Vorurtheilm gegen die Ar-muth erfüllt hat, sondern eine Welt nach deralten edetn Einfalt der Sitten, wo kein edlesBlut durch Armuth erniedriget wird. Dahersorgt auch der Verfasser nicht, daß die Erinne-rung an die tiefste Armuth der Vorfahren Da-pids das königliche Haus beschimpfen könne,laßt die Ruth Aehren lesen u. s. w. — DasThor ist noch in diesem Buch (Ruth IV. i f.),rvie im ersten Buch Mosis (Genes. XXIII. io),der Ort, wo Kauf und Verkauf geschloffen wird,und der Kauf wird hier wie dort durch Zeugenim Thor geltend gemacht. Endlich werden hiernoch die alten Formalitäten, die die folgendeZeit abgeschafft hakte, bei Kauf und Einlösungbeobachtet — laurer Beweise vpn der Aecht-hcit der Geschichte, die in diesem Buch erzähltwird.

Nur die Genealogie Davids (Ruth IV. 2 0 f.)macht Schwierigkeiten. Von Nahasson, einemZeugmossen Mosis, bis auf David, werden nurvier Geschlechter, Salmon, Boas, Obed undJsai nahmhaft gemacht: und doch müssen selbstyach der Zeitrechnung des gedrukten masorethi-

schM

V