Godehard's Leben.
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Drohungen die Bewahrung des heiligen Glaubens und der Standes-pflichten ans Herz. Dann befahl er sich ihren Gebeten gegen dieNachstellungen und den-Trug des schlauen Versuchers, und sagteihnen wie im Scherze den Tag und die Zeit seines Todes, dieAnordnung seines Leichenbegängnisses, des Trauergottesdienstesund seiner Beerdigung, wie es später eintraf, deutlich vorher.Gehet, sprach er und bereitet euch für den freudigen Tag derHimmelfahrt des Herrn, ein Jeder nach Maßgabe seines Gehor-sams und seiner Frömmigkeit, und erwartet freudig meine Ankunft,als würdet ihr jetzt und in Zukunft euch wahrhaft mit mir be-glückwünschen können. Denn in der Bigilie der Himmelfahrt desHerrn werde ich den Berg zu meinem heiligen Patron Mauritiushinaufsteigen und dort die Nacht und den heiligen Tag verleben;ich werde euch aber den Abt schicken, der mich bei der Prozessionund der Feier der Messe vertreten kann. Sodann erhob er dieAugen gen Himmel, seufzte tief und sprach doch mit lächelnderMiene: Wenn nun jene Nacht, wie Christus will, verlebt ist,so gehe ich am Freitag' in aller Frühe zum heiligen Michael,um dort mit dem Abte und den Brüdern zu übernachten, amSamstage werde ich beim heiligen Andreas beten und dann zueuch kommen und immer bei euch bleiben. Am Sonntage wollenwir die Brüder und Freunde zusammenrufen und ihn festlich be-gehen, und dort soll das Ziel unseres Festes und unserer Freudesein. Mit diesen Worten gab er den Segen und entließ uns vollBewunderung und Staunen.
Der fromme Vater hatte für seinen häuslichen Dienst einentrefflichen Jüngling, Namens Buno, einer Wittwe Sohn, derdie Malerei betrieb und seine schlechten Kleider und Schuhe be-wahrte. Diesen: hatte er schon seit dem Anfänge des Jahres oftangekündigt, er solle mit ihm in sein Vaterland, nämlich mit nachBaiern gehen. Denn wie bemerkt, sagte er schon lange vorher oftin allem Ernste, er wolle sein Vaterland wieder besuchen. Undwenn Viele aus jedem Stande sich freiwillig erboten und gerne
1) 5. Mai.