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Die Lebensbeschreibung der Bischöfe Bernward und Godehard von Hildesheim
Entstehung
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Vorrede des Priesters Thangmar zu dem Leben desheiligen Bernward, des Bischofs und Bekenners.

Der göttlichen Vorsicht weise und bewnndernswerthe Fügungenkann menschliche Vernunft weder deutlich verstehen, noch geziemendbewundern. Wunderbar sind die Wohlthaten der göttlichen Milde,durch die wir von Tag zu Tag erhalten werden, und so scheint esschwere Schuld, das Lob Gottes zu verschweigen, da doch auf'sdeutlichste geschrieben steht:Das Gehemmtst des Königs zu ver-bergen, ist wohlgethan, aber die Werke Gottes enthüllen und be-kennen, ist eine Ehre''^. Durch diesen Ausspruch des Engelsüberredet, ja gezwungen, habe ich Sünder und unwürdiger PriesterThangmar, unserer heiligen Kirche demüthigster Bibliothekar undNotarius, es übernommen, die preiswerthen Thaten des denk-würdigen Mannes, unseres Herrn Bischofs Bernward zusammen-zustellen, Gott weiß es, nicht aus Eitelkeit und Hochmuth, son-dern damit ich, falls durch Gottes Güte etwas Nachahmnngs-würdiges in denselben, hervorlenchtete, die Gnade der göttlichenBarmherzigkeit, ans der es hervorgeströmt ist, den NachkommenPreisen und sie durch ein solches Beispiel zur Beförderung derTugenden anregen möge.

Weil ich es nun als eine Verwegenheit erkannte, so etwasohne sein Wissen zu unternehmen, ging ich ihn, nachdem ich langegezögert, öffentlich mit ihm darüber zu reden, endlich bei günstigerGelegenheit damit au. Zuerst widerstand er mir mit der Kraft

1) Worte des Engels im Buche Tobias XII, 7.

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