lohe die feindlichen Kräfte ans die angegebene Weise von demHerzog ab und auf sich zog. Viel zu hoffen war aber nicht, und wares daher immer das Sicherste, das Weimarsche Korps suchte sichdurch Verbindung mit den schwedischen Behörden den Rückzug nachStralsund offen zu erhalten, um wo möglich im Verein mit denSchweden bedeutende feindliche Kräfte von der Oder abzuziehcn.')
Wenn man aber auch bei dem Wege stehen bleiben will, dender Fürst in der Wirklichkeit zum Rückzüge nach der Oder wählte,der an und für sich eben kein großer Umweg war und nur den Fehlerhatte, daß er nicht auf der kürzesten NückzugSlinie lag, so war nachden Maßregeln, welche Napoleon ergriff, noch gar nichts verloren,wenn man nur einigermaßen besonnen zu Werke gegangen wäre.Man beging aber wohl folgende Fehler:
1) daß man den Marsch von Burg ab nicht mehr beschleunigte,wodurch man gezwungen wurde, die Truppen in den letztenentscheidenden Tagen, wo ein Zusammenstoß mit dem Feindeerwartet werden konnte, über ihre Kräfte anzustrengen;
2) daß man die Masse der Kavallerie von der Infanterietrennte, wozu freilich der General Gr. Kalkreuth die Veran-lassung gegeben hatte- Wäre die Mehrzahl der Kavallerie,oder wenigstens noch die Kavallerie des Reserve-Korps, aufdem Wege gegangen, den die Schimmelpfennigsche Kolonneeinschlug und unter einen tüchtigen General der Waffe ge-stellt worden, so würde der Großherzog von Berg übel weg-gekommen sein, und die Hohenlohesche Infanterie hätte un-gefährdet Tcmplin und Prenzlan erreicht;
3) daß man die geordnetsten Truppen zur Arriergarde bestimmte,also sie da verwendete, wo man eigentlich nichts zu fürchtenhatte; nur ein Angriff in der rechten Flanke und ein Vor-legen des Feindes war gefährlich. Bevor die feindlichenTruppen, welche der preußischen Armee ans Magdeburg ge-il Es ist möglich, daß noch andere Wege, als die angegebenen, zum
Ziele führen konnten, indessen sollte auch hier nur angedeutet werden, daß esnicht im Bereich der Unmöglichkeit lag, die gerade Verbindung über Küstrinwieder zu gewinnen oder wenigstens unangefochten die untere Oder zuerreichen.