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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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Aber wenn auch der Fürst Hohenlohe den Meldungen nichtvollen Glauben schenkte, oder auch das Zusammentreffen mit einerfeindlichen Avantgarde am 24. nach einem Marsch von 5 Mei-len glaubte vermeiden zu müssen, so war doch noch gar nichtsverloren, wenn er am 24. von Tremmen über Nauen ansbog,um über Oranienburg, Liebenwaldc, JoachimSthal und Anger-münde nach Schwedt und über die Oder zu marschiren, indem eres von Schwedt aus vollkommen in seiner Gewalt hatte, sich un-ter dem Schutz der Oder hinzuwendc», wohin er wollte. Eswaren nur folgende Anordnungen erforderlich:

Die Kavallerie der Avantgarde ging über Spandau,Berlin umgehend auf Küstrin zurück, um feindliche Kräfte aufsich zu ziehen und von dort aus frühzeitig die Warthebrücke beiLandsberg zu zerstören, die Transportmittel auf der Oder ober-und unterhalb Küstrin nach dem rechten Ufer in Sicherheit zubringen. Die Kavallerie des GroS wandte sich von Nauenrechts, um die Havelübergänge bei Hennigsdorf, Pinnow undOranienburg zu zerstören, von Liebenwalde längs des Finow-Kanals bis Neustadt-Eberswalde die Flankendeckung der Haupt-Kolonne zu bilden, und von Neustadt aus über Angermünde dieArriergarde zu übernehmen. Die alte Arriergarde zog dieKommandos bei Brandenburg und Potsdam auf Vorspann am24. Abends nach Nauen an sich, vernichtete hinter sich allellebergänge über das Luch und die Brücke bei Liebenwalde, wäh-rend die Kavallerie, welche die Haupt-Kolonne von der unternElbe her noch nicht erreicht hatte, über Zehdenick auf Schwedtoder Stettin gewiesen wurde.

Nach solchen Anordnungen war gar nicht abznsehen, wiedie Franzosen den Marsch der Haupt-Kolonne hätten beunruhigenkönnen, denn selbst, wenn Napoleon den M. Davout am 25.hätte durch Berlin Vorgehen lassen wollen, um über Neustadt-Eberswalde auf Schwedt oder Stettin zu marschiren, so konnteden Preußen der Weg nicht verlegt werden. Der Weg nachStettin blieb ihnen immer offen.

War es überhaupt noch möglich, daß der Herzog von Wei-mar die Oder erreichte, so doch nur, wenn der Fürst von Hohen-