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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
Entstehung
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folgt waren, hinter ihr her die Elbe überschritten hatten, warman über alle Berge und konnte höchstens noch durch Ka-vallerie erreicht werden. Hätte man die Natzmersche Infan-terie und Artillerie an die Hanptkolonne herangezogen, sowar diese mit besseren Elementen ausgerüstet und würde beiPrenzlau nicht kapitnlirt haben;

H daß man ans Anrathen des Obersten Massenbach so häufiglinks ausbog und unnütze Umwege machte; die Truppenüber Rhinow und Wusterhausen statt über Friesack, überFürstenberg und Lychen statt über Zehdenick und Templinund endlich über Schönermark statt über Doitzenburg führte,so überall auf unvorbereitete Quartiere stieß und durch diegroßen Umwege die letzten Kräfte erschöpfte-

Außer diesen Fehlern, welche von den Führern begangenwurden, hat aber noch ein Umstand ganz besonders zu dem ver-derblichen Ausgange des Rückzuges beigetragen. Das bestän-dige Auseinanderbreiten der Truppen in Quartiere.Durch den Verlust der Masse der Bagage waren die Truppenohne Zelte, ohne Kochapparat, ohne Decken, und da man nur beider Kavallerie Mäntel kannte, so wagte man nicht die Truppenin den Nächten des Oktobers bivouakiren zu lassen; auch nahmman wohl an, daß bei der gänzlichen Ungewohnheit, die Lebens-mittel selbst zu beschaffen, die genügende Verpflegung nicht be-werkstelligt werden dürste. Somit war es gegeben, daß man dieTruppen täglich einquartierte und zwar in hinlänglicher Ausdeh-nung, um den Wirth, der die Beköstigung übernehmen sollte,nicht allzusehr zu belästigen. Durch das tägliche Beziehen vonweitlänftigen Quartieren werden aber im Allgemeinen folgendeNachtheile herbeigeführt:

1) die Märsche können im Verhältniß zur Anstrengung nurkurz ausfallen, da man die Umwege von der Straße nachden Quartieren und aus den Quartieren nach der Straßemitrechncn muß;

2) daß man für die meiste Zeit keine Disposition über dieTruppen hat, und

3) daß schnelle Veränderungen der Marschrichtung höchst schwie-