als der Major Ende die Kapitulation bereits abgeschlossen hatte.Der Rittmeister setzte hierauf in der Dunkelheit durch die Trave,und als er von der Kapitulation der gesammten BlücherschenTruppen Kunde erhielt, machte er sich auf den Weg nach Ham-burg, um sich daselbst einzuschiffen. Auf dänischem Gebiet indessenzurückgewicsen, mußte er sich über die Elbe nach Lüneburg wen-den, wo er sich am ll. November der Kapitulation des GeneralsPelct anschloß.
Während in Ratkau im Hauptquartier des Generals Blüchernoch für den folgenden Tag die erforderlichen Anordnungen ge-troffen wurden, ging die Meldung ein, daß der Feind Schwartauüberfallen und die dort aufgestellten Truppen gefangen genommenhabe. Eine sofort vorgeschickte Patrouille fand den Feind bereitsdiesseits Schwartau. Es hatte damit folgende Bewandtniß.
Die Brücke bei Trems über einen zum Teich angespanntenzur Trave gehenden Bach auf der Straße von Lübeck nachSchwartau, hatte vom Obersten Löben, der das Füsilierbataill.Bila führte, abgebrochen werden sollen, doch wegen Mangels anZimmerleuten und Werkzeug zum Zerstören war der Befehl nursehr oberflächlich auSgeführt worden, so daß der Feind den zurück-gehenden Truppen sehr bald folgen konnte. Das Dragoncr-Regmt.Osten, das sehr ungünstig in dem von Gräben, Hecken und Ge-büschen eingeschloffenen Wege in Zügen vor Schwartau hatteHalt machen müssen, als der Marsch der Kolonne gestockt hatte,wartete in dieser Aufstellung bis zur eingebrochenen Dunkelheit inder Hoffnung, jeden Augenblick weiter marschiren zu können. Stattdessen kam der Befehl zum Halten bleiben. Vergebens suchte maneine» Platz, um mit dem Regiment ausmarschiren zu können;nach Schwartau hin war der Weg durch Fuhrwerk verfahren,oder durch die gelagerte ermattete Infanterie verstopft.
In dieser höchst ungünstigen Lage erschien bei den Vorpostenein feindlicher Parlamentair, der verlangte, zum kommandirendenGeneral geführt zu werden. Der Oberst Osten, um Zeit zu ge-winnen, Schwartau gehörig besetzen und die Truppen daselbst dienothwendige Haltung wieder gewinnen zu lassen, schützte vor, erstansragen zu müssen, und sandte den Lieutenant PotworowSki an