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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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Soult zu beobachten, von dem man erwartete, daß er bei Tan-gcrmünde übergehen werde, indem daselbst bereits Anstalten zumBrückenbau getroffen wurden.

Oberst Cvrswant von demselben Regiment streifte mit 500Pferden gegen Fehrbellin, um Nachrichten vom Feinde cinzuzie-ben, und ihn im Rücken zu beunruhigen.

Ein Handwerksbursche erzählte, daß der Feind am 24. nachBerlin gekommen und daß dessen Kavallerie, Berlin rechts las-send, auf Oranienburg gegangen sei. Weiter erfuhr man, daßder General Blücher sich links auf Fürstenberg gewandt habe lindder General Wobeser ihm folge.

In der Nacht desertirte eine große Anzahl des Infanterie-Regiments Tschammer, das in der Nähe seinen Kanton hatte; ingleicher Weise und aus derselben Ursache waren im Hildesheim-schen und Magdeburgischen einzelne Truppentheile sehr geschwächtworden.

Am 29. Oktober brach das Korps um Mitternacht aufund bezog Quartiere zwischen Wittstock und Mirow; der GeneralPletz in Rossow und Gegend Meilen südlich von Wittstock Hauptquartier Wittstock.

Der Oberst Corswant meldete, daß der Feind Fehrbellinund Ruppin besetzt habe, und schickte Gefangene ein- Es gingdie Nachricht ein, daß der General Blücher und der GeneralWobeser sich in forcirten Märschen an den Fürsten Hohenloheheranzögen.

Der Herzog von Weimar, der wohl voraus sah, daß dasKorps Stettin nicht mehr werde erreichen können, sandte einenKourier nach Stralsund, um bei dem schwedischen Gouverneur,General Essen, anzufragen, ob er das Korps in Stralsund auf-nehmen wolle, wenn es keinen andern Ausweg behalte. Dieswar der letzte Dienst, den der Herzog dem Korps erwies. Erübergab dem Generallieutenant Winning das Kommando undreiste über Güstrow nach Holstein ab.

Am 30. Oktober brach das Korps wiederum um Mitter-nacht auf, Rendezvous bei Mirow. Der ^General Pletz nachAmt Zechlin, der General Rudorf nach Wesenberg, die Bagage,

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