Korps von Boitzenburg auf Stargard und schob die leichte Ka-vallerie bis Neu-Brandenburg vor, um so den preußischen Gene-ral von Stralsund abzuschneiden, wohin er ihn im Marsch glaubte.Zwei Schwadronen unter dem Obersten Gerard folgten den Preu-ßen unmittelbar über Strelitz und allarmirten einen Theil desBlücherschen Husaren-Regiments, das in Zierke stand, das Dorfräumte und bivouakirte. Der andere Theil des Regiments, dernäher nach dem Müritz-See, in Babke rc. Quartier erhalten hatte,stieß unerwartet daselbst auf die Kavallerie des Weimarschen Korps,die dort bereits einquartirt war.
Der M. Bernadotte ließ den General Blücher in Dambeckzur Kapitulation auffvrdern und ihm die vortheilhaftesten Bedin-gungen zusichern. Der General antwortete: er wolle sich die Ach-tung erhalten, die ihm der Marschall in früherer Zeit so vielfäl-tig bewiesen habe, müsse sich also alle Aufforderungen der Artverbitten, damit er nicht genöthigt werde, die Parlamentairs un-höflich zurückzuweisen. —
Der General Wobescr brach am 28. Oktober von Rheins-berg nach Mirow auf, wo er die Nachricht von der Katastrophebei Prenzlau erhielt und einen neuen Entschluß fassen mußte, da-her am 29. daselbst verblieb. Der General Lettow mit noch eini-gen sächsischen Truppen/) einem Detaschement Rekruten des In-fanterie-Regiments Winning und einem Kommando BlücherscherHusaren stieß daselbst zu ihm.
Das Korps des Herzogs von Weimar brach am 28.um 6 Uhr Morgens aus seinen Quartieren bei Havelberg aufund bezog Kantoniruugcn zwischen Kpritz und Wittstock. DerGeneral Pletz — die Füsiliere und Fußjäger, das Regmt. Pletz-,ein Bataillon und 200 Pferde von Köhler-Husaren, 300 Pferdedes Majors Schmude und ä reit. Batterie Heidewald — in Neu-stadt und Wusterhausen.
40 Husaren vom Regiment Rudorf unter dem Lieutenantv. d. Osten waren in Havelberg stehen geblieben, um den M-
1) Es war ein Kommando sächsischer Husaren und Kürassiere und etwasInfanterie, 6—800 Mann unter dem OLerftlieutenant Lecoq.