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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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fortgeschafft werden konnte; doch wenn auch der Feind sich mittelstdesselben der Citadelle näherte und sich des gedeckten Weges be-mächtigte, so war er doch nicht im Stande, den Hauptgrabenanders als unter dem Feuer der Werke zu überschreiten. Ebensonachtheilig war es, daß ebenfalls wegen Mangel an Zeit nichtan Erhöhung der Brustwehren gearbeitet werden konnte; esmußten zum Ersatz Schauzkörbe angcfertigt werden.

Der Magistrat von Spandau hatte für die Zusammenbringungvon Lebensmitteln Sorge getragen, aber nur unter der Bedingung,daß die Passage am Potsdamer-Thor wieder hergestellt werdendürfe, was auch bewilligt wurde.

Am 23. schrieb der Kommandant, Major Beuekendorf, anden König, daß die Citadelle gegen einen Handstreich gesichert sei,und wenn er keine andern Befehle erhalte, jo wolle er mit derGarnison dem Feinde nur die Trümmer der Festung überlasse».

Am 24. Nachmittags berichteten die Fvrstoffizianten, daß sichder Feind nähere. Gegen 4 Uhr Nachmittags wurde ein Parla-mentair eingelassen, der die Festung im Namen des Großherzogsvon Berg und des M. Launes aufsvrdertc. Während der Unter-handlungen kam die Nachricht, daß ein preußisches Streisdetasche-ment von 70 Pferden unter dem Hauptmann Ziehen vor denThoren sei, welches vom Fürsten Hohenlohe abgeschickt worden,um bis Berlin zu streifen. Der Parlamentair wurde entlasse»,und kam es zu einem Geplänker mit der leichten Kavallerie desM. Lannes, das bis spät Abends dauerte. Der HauptmannZiehen zog sich nach der Stadt zurück, ließ die hergestellte Brückeam Potsdamer Thor abbrechen, und ging dann weiter nach Te-gel- Die Spandaucr Bürger stellten die Brücke gleich wiederher, und in der Nacht wurde die Stadt vom l7. leichten In-fanterie-Regiment des M. LanneS besetzt.

In der Nacht zum 25. wurde die Citadelle zum zweitenmalvergebens aufgefvrdert. Große Wachtfeuer in der Richtung aufPotsdam zeigten bedeutende feindliche Streitkräftc.

Am 25. Morgens K Uhr rückte die Division Süchct vomKorps des M. Lannes vor Spandau, und es erfolgte die dritteAufforderung mit der Bemerkung, daß ja die Citadelle nur ein