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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
Entstehung
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dorthin auf die Beine machten- Kurz Magdeburg war in diesenTagen ein rund herum verschüttetes Sieb, durch das sich preßte,wer wollte und konnte. Die Unwillfährigkeit war so groß, daßder Fürst nur mit genauer Noth ein Quartier von zwei Stüb-chen erhielt, so daß die Masse der Befehle holenden Offiziere aufdem Flur und der Straße bleiben mußte, und daß er nicht mitBestimmtheit erfahren konnte, wo die unter seinen Befehl getrete-nen Truppen zu finden seien. Bon den durch den Major Kne-sebeck vorgeschlagenen Fouragierungen auf den umliegenden Dör-fern, so wie von der Beitreibung von Schlachtvieh, wollte derGouverneur nichts wissen, sondern erklärte rund heraus, die Trup-pen möchten machen, daß sie fortkämcu.

Der Fürst hatte, bevor er noch bei seiner Ankunft abgcstie-geu war, dem Obersten Massenbach befohlen, daß er auf demGlacis ein Lager absteckcn solle, um alle ankommendc Infanteriedort aufzunehmcu, während die Kavallerie in den zunächst liegen-den Ortschaften untergebracht werden solle- Mit dem OberstenHüser von der Artillerie hatte der Fürst ebenfalls sogleich Ver-abredung zur Ergänzung der Munition, zur Ausrüstung einerMunitions-Kolonne und zur Komplctirung der reitenden Batterienaus den Bataillons-Kanonen genommen, und befohlen, daß diefehlenden Pferde von den Pontontrains und den Reservepferdenentnommen werden sollten.

Das befohlene Lager sollte vor dem Sudenburger Thor aus-gesteckt werden. Noch waren aber die ganze Sudenburger Vorstadtund das Glacis voll Wagen gepfropft. Ter Hauptmann Grol-man und der Rittmeister Marwitz erhielten den Auftrag dasGlacis zu reinigen, doch weder mit Güte noch mit Strenge waretwas anSzurichten, denn so wie ein Wagen fortgcbracht wurde,fuhren zwei andere das Loch wieder zu. Endlich sing man anmit der größten Barbarei aufzuräumen und in Zeit von einerStunde war das Glacis vor der Sudenburg bis rechts gegen dieSchorte rein, so daß die Truppen das Lager beziehen konnten.

Der Fürst Hohenlohe hatte nun noch die Wahl, entwederdie Trümmer der Armee über die Oder zu führen und sie mitden ostpreußischen Truppen und den Russen zu vereinigen, oder