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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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Hameln zu werfen, nm zwischen Innerste und Weser, jene Fe-stung im Rucken, zu manövriren. Dies sei das einzige Mittelschnell eine bewaffnete Masse wieder beisammen zu erhalten; manvereinige sich mit dem Herzog von Weimar, dem General Blücherund dem General Le Coq; ein Kavallerie-Detaschement könne ausBraunschwcig alle dort befindlichen Gewehre, Munition ic. ansich ziehen; von Hameln aus könne man Hesse» und Wcstphaleninsurgiren, in Holland einfallen, den Feind von Berlin undvon der Verfolgung der aufgelösten Armee, durch Bedrohung sei-ner eigenen Grenze abziehen, und überhaupt in dieser verzweis-lungsvollen Zeit einen Krieg führen wie Mansfeld und Bern-hard von Weimar, der allein die gewagten Operationen desFeindes durchkreuzen, so wie dem Könige Zeit geben könne, eineneue Armee zu bilden, und sie in Verbindung mit de» Russenheranzuführen.

Fast Alle, die gegenwärtig waren, traten der Ansicht desMajors Knesebeck bei, und es schien als ob auch der Fürst ihrseine Zustimmung geben würde, doch fragte er zuvor den Ober-sten Massenbach um seine Meinung. Nach einigem Hin- undHerreden sagte der Oberst: daß er strategisch betrachtet denPlan des Majors Knesebeck als den zweckmäßigsten anerkennenmüsse; unter den jetzigen Umständen aber glaube er, müsseman dabei bleiben, nach der Oder zu marschiren. Der Fürst fieldieser Meinung zu.

Am 10., lange vor Tagesanbruch, wurde gemeldet, derFeind sei im Anmarsch. Die Infanterie versammelte sich um4 Uhr Morgens bei Quedlinburg. Der Oberst Massenbach, derjetzt fortgesetzt einen Trompeter bei sich hatte, wahrscheinlich imHinblick auf ein Zusammentreffen mit dem Feinde, führte dieKolonne, die sich bei Gattersleben mit ihrer Kavallerie vereinigte,nach Egeln, wo einige Stunden geruht lind dann der Marschnach Langen-Weddingen fortgesetzt wurde. Der Major Knesebeck undder Hauptmann Gneisenalck) gingen nach Magdeburg voraus, um

1) Der Hanptmann Gneisenau hatte von Nordhausen über Ballenstädtseinen Rückweg nehmen müssen, und war erst an diesem Tage zum Fürstenzurückgekehrt.