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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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Der General Tschammer, der am 18. Okt. bei SlscherS-leben gerastet hatte, erfuhr daselbst durch einen Musketier desRegiments Treskow und durch Nachrichten von Einwohnern, daßder Feind am 17. in Halle gewesen sei. Er zog sich am 19.nach Staßfnrth zurück, wo er durch den Postmeister in BernbnrgMittheilnngen über den Ansgang des Gefechts bei Halle erhielt,und erfuhr, daß der Herzog Eugen sich nach Dessau zurückgezo-gen und daselbst Posto gefaßt, auch die Brücke von Wittenberghabe abbrennen lassen. Er machte hiervon sogleich dem FürstenHohenlohe Meldung, und als er die weitere Nachricht erhielt, daßfeindliche Truppen in AscherSleben eingerückt seien und gegen seineVortrnppen streiften, marschirte er noch am 19. um 7 Uhr Abends,um sich in kein unnützes Gefecht einzulassen, bis nach Dodendorfvor Magdeburg, wo er den Befehl des Fürsten empfing, am 20.nach dem Glacis von Magdeburg aufznbrechcn.

Die Truppen der Kolonne, mit welcher der Fürst Hohen-lohe marschirte, verließen am 18. um 4 Uhr Morgens bereitsihr Bivouak vor Stoltberg, und marschirten nicht nach Ballen-stadt, wie es die ursprüngliche Anordnung besagte, sondern überBreitenstein, Günthersberge und Friedrichsbrunn nach Quedlin-burg, wo man um Mittag anlangte. Der Fürst erhielt daselbstden Befehl des Königs, durch welchen ihm das Kommando übersämmtliche Truppen diesseits der Oder, dem General Gr- Kalk-reuth das der Truppen in Preußen übertragen wurde. Dienähere Instruktion sollte der Fürst in Magdeburg empfangen.Nach Mitternacht ließ er den General Gr. Tauenhien, den Ober-sten Massenbach, den Major Knesebeck und sein ganzes Gefolgezusammenrnfen und theilte ihnen folgende Nachrichten mit:

1) daß der König ihm das Kommando über sämmtlicheTruppen übertragen;

2> daß so eben die Nachricht von einem unglücklichen Ge-fecht bei Halle eingetroffen, in Folge dessen der Herzog vonWürtemberg sich über die Elbe zurückgezogen habe;

3) daß der Herzog von Weimar sich mit den GeneralenWinning und Pletz vereinigt habe und über Mühlhausen mar-schire, ohne vom Feinde sonderlich bedrängt zu werden;