über sind, fassen sie Post» und ziehen sich Tangcrmünde ge-genüber."
Dieser Befehl sollte am 20. ausgeführt, der 19. noch be-nutzt werden, Geld, Brod und Fourage zu empfangen. Es liefdies der Anweisung deS Fürsten Hohenlohe, die Kavallerie dichtum Magdeburg kantoniren zu lassen, schnurstracks entgegen, undmußte unter den vorhandenen Umständen, wo cS darauf ankam,die Truppen bei Magdeburg zu sammeln, wieder zu formiren undauf dem nächsten Wege die verlorenen Verbindungen zu erreichen,höchst gefährlich werden. Vorstellungen dagegen halfen nichts.Der General Gr- Kalkreuth ging für seine Person nach Groß-Wanzleben, wo er in der Nacht zum 20. erfuhr, daß der Fürstvom Könige das Kommando über die ganze Armee erhaltenhabe. Seine Umgebung machte nun neue Vorstellungen, denBefehl zurückznnehmen, da die Kavallerie dadurch zerstreut werde,statt sich bei Magdeburg mit der Infanterie zu vereinigen. End-lich gab er nach und überließ es dem Hauptmanne Kyckbusch vomGeneralstabe abändernde Bestimmungen zu treffen oder nicht, in-dem er hinzufügte: „Ich bekümmere mich um nichts mehr. Hatder König dem Fürste» einmal das Kommando übergeben, so mager auch sehen, was er an ihm hat." Der genannte Hanptmannsandte sogleich Kavallerie-Ordonnanzen ab, wies den RegimenternQuartiere bei Wollmirstädt, Barleben re. und Allarmplätze unter-halb Magdeburg an. Die Mehrzahl der Regimenter erreichteindessen die Kontreordre nicht; einige erhielten sie erst am 2l.und mußten aufö Eiligste Kehrt machen, um noch am 22. dieElbe zu passtren; ein kleiner Theil blieb in den Kantonnementsvom 10. stehen.
Dem General Hirschfeld hatte der General Gr. Kalkreuthden Befehl geschickt, bei Rogätz — unterhalb Wollmirstädt —die Elbe zu passtren.
In Wanzleben erhielt der General Gr. Kalkreuth noch einenBefehl des Königs, nach welchem er sich nach der Provinz Preu-ßen verfugen sollte, um dort das Kommando zu übernehmen. Ergrng sogleich nach Magdeburg und von dort nach Rogätz, umden General Hirschfeld übergehen zu sehen. —