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für dessen ausgehungerte Truppen Geld und Brod zu besorgen.In Halberstadt brachte man ihm die Nachricht, der Feind seischon bis Gommern') vorgerückt, worauf er sofort folgenden Be-fehl ertheilte:
„Allen Regimentern der Division Wartensleben befehle ichhiermit im Namen des Königs, zu eilen, Morgen über die Elbezu sein, wohin ich gleich selbst abgehe. Da es aber hier heißt,daß da schon die Franzosen in jedem Fall »achgekommen seinwürden, da der Herzog Eugen bei Merseburg geschlagen sein soll,so haben sie nicht allein möglichst zu eilen, sondern, wenn derWeg nach Magdeburg nicht sicher sein sollte, das doch für Mor-gen nicht zu fürchten ist, sich links nach der Altmark zu haltenund bei Tangermünde überzngchen."
Halberstadt, den 1K. Oktober IK99.
Kalkreuth.
Der General Gr. Wartens leben marschirte am 19. mitder Infanterie von Hadmersleben nach Magdeburg, und dasich die Unwahrheit des Gerüchts von der Nähe der Franzosenwohl bald anfklärte, bezog die Kavallerie enge Kantonirungen inden nächsten Dörfern südlich und westlich der Festung auf derlinken Elbseite. Der General Gr. Kalkreuth war am 19. nachHadmersleben gegangen und dictnte daselbst um 19 Uhr Mor-gens den Offizieren der Regimenter Gendarmes, Leib-Regiment,Omitzow, Reitzenstein, Beeren und Holtzendorf-Kürassiere, welchezum Parolebefehl dahin geschickt worden waren, nachstehendenBefehl:
„Es sind Fähren zu Hohenwarte, Tangermünde und Werben.Die Regimenter schicken sogleich kluge Offiziere nach den nächstenFährstellen, ob es noch wegen der bei Gommern stehenden feind-lichen Korps zu wagen ist, überzugehen. Ist dieses, so eilt dieTete, aus denen zwei ersten Kavallerie-Regimentern bestehend, hin-über zu kommen; die übrigen halten sich nicht auf, sondern mar-schiren nach Tangermünde. Die übrigen Truppen suchen beiWerben überzugehen. Sobald sie bei Wollmirstädt (Hohenwarte)
1) 2 Meilen südöstlich von Magdeburg auf dem rechten Elbufer.
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