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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
Entstehung
Seite
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In Bezug auf den Nachtmarsch und den weiteren Marsch derKalkrcuthschen Kolonne, welche durch unkundige Boten irregeführt, in einen engen Gebirgsweg geriet!), der in einen Fußstegansging, so daß mehrere Geschütze stehen bleiben mußten, wirddas Tagebuch des Prinzen August von Preußen am besten Aus-kunft geben:

Die Franzosen verfolgten unfern Rückzug nicht sehr lebhaft,sonst hätten sie unS vielen Schaden znfügen können, da wir un-sere Artillerie gar nicht benutzen und bei dem äußerst schlechtenWege nur sehr langsam marschiren konnten. Wir mußten zu-weilen bis x Stunden ans einem Flecke halten, weil es nur mitder größten Anstrengung möglich war, die Bataillons-Kanonenfort zu bringen. Sobald die vordersten Bataillone über die schwie-rigsten Stellen fort waren, so gingen sie weiter, ohne sich um dieübrigen Truppen zu bekümmern. Die natürliche Folge davonwar, daß bei der Dunkelheit der Nacht die Truppen den Wegverfehlten und sich !m Harze verirrten- Die Unordnung, in wel-cher sie sich dadurch befanden, wurde noch durch das häufigeSchießen vieler Soldaten vermehrt, welches bei einigen aus Muth-willen, bei andern in der Absicht zu plündern geschah. Wir ge-riethen allmälig in eine so unwegsame Gegend, daß bei der gänz-lichen Entkräftung der Menschen sowohl als der Pferde es un-möglich wurde, den größten Theil der Kanonen und Protzen fort-zubringen. Nachdem wir die Nacht bis gegen 5 Uhr im Harzherumgeirrt hatten, machten wir Truppweise Halt, wo wir unsbefanden und ließen Feuer anzünden. Ich befand mich bei einemTrupp von einigen hundert Soldaten ans allen Bataillonen un-serer Kolonne."

Mit Tagesanbruch suchte ein jeder wieder seine Leute zu-sammen, und ich sah zu meinem größten Erstaunen, daß ich michmit meinem Jäger und 8 Grenadieren ganz allein befand. ZumGlück fand ich im Walde einen Holzhauer, der mich nach demein Paar Stunden entfernten Dorfe Stiege führte. Da wahr-scheinlich der größte Theil unserer Kolonne denselben Weg gehenmußte und gar keine Anstalten zu ihrer Verpflegung getroffenwaren, so machte ich in Stiege eigenmächtig eine Ausschreibung