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Der General Blücher holte die ermüdete Artillerie zwar noch ein,doch war der Marsch so anstrengend, daß von dem Grenadier-Bataillon mir die kräftigsten Mannschaften, 317 an der Zahl,hatten folgen können; der Nest, wobei auch der Kommandeur,dessen Pferd ermüdet war, ging durch den Harz über Halberstadtauf Magdeburg. Die ganze Nacht durch wurde der Marsch fort-gesetzt und am Morgen des 18. Scharzfeld erreicht, von wo mansich nach einigen Stunden Ruhe wiederum nach Gittelde in Be-wegung setzte. Ilm diesen Marsch zu beschleunigen, und bei demgroßen Umwege frühzeitig genug die Elbe zu erreichen, waren dieLieutenants Thile I. und Doyen vom Generalstabe vorausgegangenund versammelten auf je 2 bis 3 Meilen frische Borjpannpferde— 200 bis 230 Pferde — so daß die eigentliche Artillerie-Be-spannung ganz oder grvßtcntheils frei marschiren konnte. Esfanden sich noch 41 Geschütze verschiedenen Kalibers unter demKommando des Majors Hopfner von der Artillerie vor. —
Der Fürst Hohenlohe hatte sich gleich beim Eintreffen derMeldung vom Anrücken des Feindes nach dem Rendezvous derformirten Truppen bei Petcrsdorf begeben, und obgleich ihn derGeneral Gr. Kalkreuth gebeten hatte: mit seinen lockeren Bataillonennur unverzüglich den Rückzug anzutretcn und seinetwegen unbe-kümmert zu sein, hatte er es doch für seine Pflicht gehalten, sichnicht früher abzuziehcn, als bis die Truppen des Generals inSicherheit sein würden. Da der General Kalkreuth nun nicht,wie es verabredet worden, den direkten Weg auf Hasselfelde cin-schlug, sondern im Thal über Jhlcfeld zurückging, so wartete derFürst vergeblich auf den Abzug desselben. Der General Blücherhatte sich bereits zurückgezogen; der Fürst fürchtete, der GeneralKalkreuth werde abgeschnitten werden und sandte den HauptmannGneiseuau an ihn ab, der sich indessen zu weit vorwagte und nichtwieder zurück konnte. Ein zweiter Offizier brachte endlich die Nach-richt, daß der General längst im Thal nach Jlefeld abmarschirtsei. Der Fürst zog nun die vorgesandte Kavallerie und dieSchützen ein, und brach mit der Kolonne beim Untergang derSonne aus. In der Nacht um 10 Uhr erreichten die TruppenStollberg und bezogen vor der Stadt ein Bivouak.