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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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Husaren wiederum nach Merseburg aufgebrochen war, stieß indiesem Orte auf feindliche Chasseurs, welche von den Husaren undden sächsischen Chevaurlegers, die sich ihnen angeschlosien hatten,mit Verlust verjagt wurden. Der Feind kam bald verstärkt wiederund drückte die preußischen Vorposten zurück. Obgleich nun Nach-mittags 4 Uhr die mehrfach bestätigte Meldung einging, daß derHerzog von Württemberg sich von Halle abgezogen habe, trat derKommandeur des Füsilier-Bataill. dennoch den Rückzug auf diesenOrt an; man hatte gar keine Schüsse gehört, und schenkte daherauch der Nachricht kein Vertrauen. Ein Detaschement Füsiliere undHusaren blieb einstweilen gegen den Feind stehen.

Auf dem halben Weg nach Halle, als es schon finster ge-worden war, traf man auf mehrere Verwundete, die ihren Rück-zug auf Merseburg genommen hatten und bestimmte Mittheilungenmachen konnten. Man beschloß nun, in gerader Richtung aufLandsberg zu marschiren und die Vereinigung mit dem Korps zusuchen. Alle Vor- und Seitentrupps wurden cingezogen, dichtaufgeschlossen in Sections marschirt, jeder Laut bei härtester Strafeverboten, und das Ganze durch einen sächsischen Chevaurlegersgeführt, der jeden Steg kannte. Bei Kl. Kugel kam man beieinem feindlichen Lager so nahe vorüber, daß man die Unterhaltungan den Wachtfeuern deutlich verstehen konnte. Die Kolonne wandtesich noch mehr rechts auf Delitzsch, wo sie am Morgen des 18.eintraf, gleich weiter marschirte und die Mulde bei Düben über-schritt. Als man hier die Nachricht erhielt, daß der Feind Wit-tenberg bereits besetzt haben solle, marschirte man auf Torgau,wo die Elbe am 19. überschritten wurde.

In Torgau wollte man endlich ruhen und Lebensmittel aus-theilen, indessen einige sächsische Stabsoffiziere, welche den Befehlhatten, die sächsischen Versprengten zu sammeln, erklärten:daßdie bisherigen Verhältnisse mit dem preußischen Hofe wegen einesabgeschlossenen Waffenstillstandes und wegen mehrerer politischerRücksichten ein Ende hätten, die Chevaurlegers in Torgau ver-bleiben würden, für das preußische Militair nichts mehr gethanwerden könne." Als man noch unterhandelte, ging die Nachrichtein, daß die Franzosen nur noch eine kleine Meile entfernt und