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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
Entstehung
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in vollem Marsch seien. Da man vom Herzog von Württembergnichts vernommen hatte, so wurde der Marsch ans Jüterbock fort-gesetzt, wo man am 20. eintraf, von hier über Trebbin, Pots-dam, Berlin links lassend, nach Küstrin marschirte und endlichauf Befehl deS Königs über Landsberg, Graudenz erreichte, wodas Füsilier-Bataillon zur Besatzung verblieb.

Das Jusanterie-Regmt. Treskow, das bereits in AscherslebcnNachricht von der Niederlage der Armee erhalten, aber dennochden Marsch aus Halle fortgesetzt hatte, empfing den Befehl, nichtin die früher angewiesenen Quartiere, sondern in das Lager beiHalle zu rücken. Zu dem Ende versammelte sich das Regimentam Morgen des 17. aus einem Rendezvous. Nach 0 Uhr hörteman die Kanonade bei Halle, die immer heftiger wurde, so daßman daraus schloß, daß das Lager angegriffen worden sei. DasRegiment verdoppelte die Schritte, um nicht zu spät zum Gefechtzu kommen. Bald stieß man auf eine französische Kavallerie-Patrouille, welche vergebens von einigen Blücherschen Husaren,die sich dem Regiment angeschlossen hatten, verfolgt wurde. Beider Fortsetzung des Marsches ließ man die Dölauer-Haide rechtsund dirigirte sich gegen die südlich liegenden Weinberge. Nunwurde man mehrere Kolonnen gewahr, die sich gegen die Haidewandten. Abgeschicktc Offiziere meldeten, daß es Feinde seien. Eswar die Kolonne des Generals Drouet, die auf dem Marsch vonDeutschenthal nach Halle durch ihre Seiten-Patrouillen die Mel-dung von dem Anrücken eines preußischen Regiments in ihre linkeFlanke erhalten hatte. Der General Drouet befahl sogleich, daßeine starke Abtheilung links ausbiege und die Dölauer-Haide be-setze, um den Preußen, die dieselbe bereits hinter sich hatten, vondort in die rechte Flanke und den Rücken zu fallen, während derRest der Division sich ihnen in der Front entgegenstellte.

Das Regiment Treskow hatte sich mit 9 Kompagnien inLinie sormirt, und die 10. Kompagnie sogleich mit der Bagagenach Magdeburg zurückgeschickt, welchen Ort sie auch glücklicherreichte. Das Regiment nahm demnächst die linke Schulter vor,so daß der rechte Flügel den Barthschen Weinberg besetzte, derlinke gegen die Saale stand. Nachdem es so eine Weile gehalten