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eines Gardisten hier nicht mehr als der jedes andern Soldatengelte; vom Kapituliren könne hier nicht die Rede sein und werdeer für seine Person sich in keinem Falle darauf einlassen. —Der Abend rückte heran; viel konnte ans der Sache nicht mehrwerden, indessen blieb es immer eine schwierige Aufgabe, im An-gesicht des nahen Feindes die Defileen der Helbe zu überschreiten.Da der M. Soult noch mehreremal das Wort kapituliren wieder-holte, verlor der General Blücher endlich die Geduld, und als erbemerkte, daß einige anwesende feindliche Generale deutsch ver-standen, so sagte er laut: er hoffe nicht, daß man etwas Anderesverlange, als sich mit der Ehre vertrüge; er sei unter den Waffengrau geworden, habe 60 Jahre gelebt, verstünde aber in einerViertelstunde zu sterben, wenn es die Pflicht erfordere; von Ka-pitulation könne nicht die Rede sein. — Der Marschall wun-derte sich, daß noch Jemand mitsprach, und der General Gr. Kalk-reuth stellte ihm den General Blücher als den Befehlshaber derKavallerie vor. Endlich schlug der Marschall vor, beide Generalesollten sich auf ihr Ehrenwort verpflichten, mit ihren Korps inden inne habenden Stellungen zu verbleiben; er wolle danneinen Kourier zum Kaiser schicken, der am folgenden Tage um!> Uhr zurück sein könne, und dann würde eS sich ja zeigen, wieman sich zu betrachten habe- Der General Gr. Kalkreuth schiendiesen Vorschlag annehmbar zu finden, doch bat ihn der GeneralBlücher, den Marschall zu fragen, ob er dafür einstehe, daß dieganze französische Armee still stände, während sie hier Halt mach-ten; im entgegengesetzten Falle riethe er dem General, die Unter-handlungen augenblicklich abzubrechen. Der Marschall erklärte,daß er sich natürlich nur für sein Korps verbindlich machen könne.
Als die beiderseitigen Befehlshaber sich auf diese Antworttrennten, drohte der Marschall sofort anzugreifen. Der GeneralBlücher erwiederte: das dürfe er nicht früher, als bis sie gegen-seitig bei ihren Truppen seien; der Marschall solle einen seinerAdjutanten mitgeben; sie wollten einen der ihrigen zurücklassenund nach der Auswechselung sollten die Feindseligkeiten beginnen.Der General Gr. Kalkreuth ritt nach Greußen, wo die Truppen,bevor noch die Meisten etwas genossen hatten, wieder ansgerückt