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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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waren, und sich sogleich in Marsch setzten. Der General Blücherließ das 2. Treffen der Kavallerie sofort von den Flügeln abzie-hen, die Helbe und die Stadt passiven und dahinter wieder auf-marschiren. Der General Oswald erhielt den Befehl, mit seinemFüsilierbataillon und den Resten vom Füsilierbataillon Greiffen-bcrg, einen trocknen Graben neben der Helbe zu besetzen und denRückzug der Kavallerie zu decken. Der Feind hatte sich sogleichin Bewegung gesetzt, und bewarf die Kavallerie mit Granaten.Der Rückzug geschah wie aus dem Exerzierplatz. Das 1. Treffenfolgte in gleicher Weise auf das 2., und als die feindliche Ka-vallerie die Arriergarde in das Defilee drücken wollte, wurde sievon den Füsilieren dergestalt empfangen, daß sie eiligst zurückkehrte.Der General Oswald ließ nun die Helbebrücke abwerfen. Erhatte den Befehl, die Füsiliere nöthigenfalls zu opfern, damit dasKorps den Rückzug ungestört sortsetzen könne. Der General Gr.Kalkreuth hatte dem Prinzen August auf dem weitern Rückzugedie Arriergarde übertragen und ihm hierzu das eigene Bataillon,die Grenadierbataillone Rabiel und Gaudi, die WeimarschenJäger und 270 Pferde, als den Resten von 3 Kavallerie-Regmtrn.überwiesen. Der Prinz formirte die Grenadiere so, daß sie injedem Augenblick zum länglichen Quarree einschwenken konnten;die Jäger und Schützen bildeten eine Kette um die Grenadiere;die Kavallerie deckte in letzter Linie.

Die Franzosen griffen das Defilee vor Greußen mit großerLebendigkeit an und beschossen dasselbe so wie die Stadt mit einemheftigen Kanonen- und Granatfeuer, wodurch die Letztere in Flam-men aufging. Ter General Oswald leistete hartnäckigen Wider-stand bis gegen 9 Uhr Abends, wodurch das Korps einen hin-länglichen Vorsprung gewann; dann zog er sich, allerdings mitgroßem Verlust, ab. Der Lieutenant Troschke vom Füsilierbataill.Greiffenberg war geblieben. Der Feind beunruhigte den Rückzugnicht weiter, und nur ein falscher Lärm brachte augenblicklich einenTheil der Kavallerie des Prinzen August und diese die Infanteriedesselben in Unordnung. Der General Oswald gönnte den er-schöpften Füsilieren eine Rast von 2 Stunden im Dorf Kirch-Engel. Der Prinz August erreichte Sondershausen am 17. Mor-