städt, als es hieß, französische Kavallerie rücke an; man brachwiederum auf und ging über Horn-Sommern nach Ehrich, woman einen langen Schwarm sächsischer Bagage fand, die schon-beim Allarm am 11. bis Kölleda geflohen war- Auf Nebenwe-gen erreichte der Fürst Sondershausen, wo man wiederum allePlätze und Straßen mit Wagen ungefüllt und gesperrt'fand. Auchhier erfuhr man anfänglich nichts Näheres über den Sammel-platz der Armee und über den Aufenthalt des Königs. GegenAbend vermehrte sich die Masse der Flüchtlinge; auch geschlosseneHaufen langten au, und endlich erfuhr man durch ausgesandteBoten re-, daß der König nach Sondershausen kommen werde,daß das Holtzendorfsche Detaschement gerettet sei, der General Gr.Kalkreuth noch ansehnliche, geschlossene Abtheilungen, besondersviel Kavallerie, zurückgebracht habe. Als der König am Morgendes 16. in Sondershausen eintraf, übergab er dem Fürsten dasKommando der Truppen, die bei Jena und Auerstädt gefochtenhatten, mit Ausnahme der Reserve-Divisionen des Generals Gr-Kalkreuth. Dieser letztere General behauptete zwar, daß der Kö-nig ihm bei seinem Abgänge von Sömmerda das Armee-Kom-mando übertragen habe, indessen scheint wohl nur als gewiß an-zunehmen, daß der König ihn instruirt hatte, die Feindseligkeitenbeim Zusammentreffen mit dem Feinde möglichst zu vermeiden unddemselben mitzutheilen, daß die Friedensunterhaudlungeu bereits imGauge seien. Der Fürst Hohenlohe erhielt zugleich vom Königeden Befehl, die Armee bei Magdeburg zu versammeln, das Re-serve-Korps veö Herzogs Eugen von Württembergan sich zu ziehen, Magdeburg mit einer gehörigen Besatzungzu versehen, die Residenzen gegen einen Angriff zu sichern, undwenn dies unthunlich sei, sich mit den ostpreußischen Truppenhinter der Oder zu vereinigen, da diese bereits im Marsch be-griffen seien. Nach einem zweistündigen Aufenthalt in Sonders-hausen ging der König, nur von einer Schwadron Wobeser-Dragoner begleitet, weiter über Nordhausen, Wernigerode nachMagdeburg.
Von dem Hoheulohe-Rüchclschen Korps war ferner der Ge-neral Tschammer in der Dunkelheit der Nacht zum 15. mit einem