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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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Auf diese Weise war die Hauptarmee mit den Massen »achden Hauptpunkten Erfurt, Sömmerda und Fraukenhauseii gera-then, und nur einzelne Theile hatten sich abgesondert, um aufeigene Hand Magdeburg zu erreichen. Eine Menge Soldatenhatte sich indessen in der Nacht zerstreut und eine große AnzahlKanonen, Bagagewagen ic. mußte sichen gelassen werden oderwurde von den Knechten bei dem Ruf: Franzosen kommen! oderbei den Schüssen der Nachzügler verlassen.

Man hatte in Sömmerda dem Könige Vorstellungen gemacht,sich voraus zurückzubegeben, doch erst auf die Nachricht, daß derFeind bis Kölleda vorgedrungen, ließ er sich bewegen, nach Sou-dershausen zu gehen, wo er am 16. Morgens eintraf und wohinin der Nacht der Major Knesebeck die Regmtr. Prinz Ferdinand,Prinz Heinrich, Tschepe und die Reste anderer Truppentheileführte.

Der Fürst Hohenlohe war mit der ihm begleitenden Kaval-lerie am 14. um ^10 Uhr Nachts nach Schloß Vippach gekom-men, wo er auf Bagage der Hauptarmee stieß. Man wollte aufSömmerda weiter gehen, erhielt indessen die falsche Nachricht, daßdieser Ort bereits vom Feinde besetzt sei, und als nun auch gegenVippach feindliche Kavallerie im Anzuge sein sollte, brach derFürst schon um Mitternacht nach Tennstädt auf, doch wurde derMarsch durch Bagage rc. dergestalt aufgehalten, daß man erst um7 Uhr Morgens des 15. daselbst eintraf und auch nur mit 50 Hu-saren von Bila und 50 Kürassieren von Henckel; alles Ucbrigewar durch Kreuzen der Wagen ic. in der Dunkelheit abgekommen.Auch in Tennstädt fand man bereits Flüchtlinge der Hauptarmee,welche aussagten, daß ihnen Langensalza als der Sammelplatz be-zeichnet worden sei, indem die Armee bei Mühlhausen versammeltwerden solle. Kaum war der Fürst anderthalb Stunden in Tenn-

fahr geriethe, gefangen zu werden, die Hufaren sich zerstreuen und an vor-aus bestimmten Punkten wieder sammeln sollten. Diese Anordnung machtees möglich, daß, obgleich die 2 Schwadronen, die nach Erfurt gericthen,ebenfalls vom Feinde gezwungen wurden, sich zu zerstreuen, doch das, Re-giment bei Magdeburg nur die vor dem Feinde Gebliebenen vermißte.